§. 168. Der Usowcchsel. ' 86
den Augenblick in Verlegenheit kommen, und der Trassantist zu lange dem Regreß ausgesetzt, er leidet, wenn mitt-lerweile der bereits gedeckte Trassat fallirt
8. 168.
Der Usowcchsel.
Usowcchsel H. Die Verfallzcit wird durch Üsance be-stimmt. Durch diese bildet sich nämlich zwischen zweiOrten, die in lebhaftem Wcchselverkchr mit einander ste-hen, die Verfallzcit für die Wechsel, die von dem einenOrt auf den andern gezogen werden. Statt der Usanechaben später die Gesetze die Zeit bestimmt. Es heißtdiese Zeit der Uso. Der Uso wird bestimmt durch dieWeite des Weges ^), den der Wechsel zu laufen hat, wo-bei aber auf die Möglichkeit von Hindernissen, auf etwasZeit zum Giriern, und auf eine billige Zahlungsfrist fürden Trassaten Rücksicht genommen wird Z. Der Uso wirdberechnet entweder nach dem Datum des Wechsels, odernach der Sicht, oder nach der Acceptation, d. h. er fängtvon diesen drei Momenten an zu laufen. Danach sinddie Usowcchsel Datowechsel, oder Sichtwcchscl, oder Acccp-tationswechsel. Es ist aber darauf zu achten, ob nichtdie Wechselordnung unter der Acceptation die Sicht meint,indem sie davon ausgeht, daß die Acceptation sofort nach
6) Vgl. Büsch Darstellung. Bd. 1. S. 77. 78. Vd. 2.S. 143. 144. 146. 153.
1) Entstehung des Uso: Pvhls Wechselrecht. Bd. 2. S.377. 378. Über den Uso im 14. Jahrhundert: Mariens Ur-sprung des Wechselrechts. Anhang. S. 2—8.
2) So ausdrücklich die sardinischen loggi e coiisüuniouivon 1770. 8- 2: per auckarv e rilornare Is leUore 6 rispiosto.
3) Busch Darstellung. Bd. 1. S. 74.