112
Der Wechsclschlnß.
Übcrdieß bedingt der Wcchselgcber sich oft eine besondereProvision, von T, ch pro Cent. Ist über die Valutaund deren Größe nichts verabredet, so muß als verstan-den gelten der Marktpreis in Geld, also Geld nach demlaufenden Cours, wenn dieser für kürzeres oder längeresPapier notirt ist, mit Abrechnung oder Zurechnung desDisconto. II. DaS Valutcnverhältniß, die Valuta, wirdin den Wechseln durch kurze Formeln ausgedrückt, oderangedeutet ^). Die gewöhnlichsten sind 1. Werth erhalten.Werth vergnügt. Werth von demselben^). Werth vonHerrn (Name) Z. 2. Werth baar erhalten. Werth inWaaren erhalten. Werth in Wechseln. Werth gewechselt.Werth in Banco . Werth per ri8oovtro. 3. Werth ver-standen. Werth in Rechnung ^). Werth in Erwartung.4. Es soll mir validiren. ES soll mir gute Zahlungseyn. 5. Werth in mir selbst. Werth in meinem In-dossament. Beides bei Tratten an eigene Ordre. Erste-res auch bei Commission zum Jncasso, oder zum Ver-kauf. Alle diese Clauscln lassen das wirkliche Valuten-verhältniß gar nicht ersehen. Nicht einmal das erhellt,ob der Wechselnehmer oder ein Anderer in dem Valuten-verhältniß zu dem Wechselgelder steht. Wo eine bestimmte
3) Daniels W.R. S. 180—188. Busch DarstellungBd. 2. S. 80—94. Treitschke Encyclopädie. Dd. 2. S.518—528.
4) Man kann ergänzen: empfangen, oder: zu empfangen.Das erstere will vielleicht der Wechselnehmer, das letztere derWcchselgcber. Für das erstere könnte man den Satz anführen:clarius lo^ui (leduissos. Es ist aber richtiger, gar nichts zuergänzen.
5) Ein Fall bei Wender W.R. Bd. 1. S. 102. 11t. g.
6) Treitschke Encyclopädie. Bd. 2. S. 522. 523.