Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1854)
Entstehung
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H. 12. Eigentlicher Handel.

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Verarbeiten, am gewöhnlichsten ist es beim Kleinhandel.Es ist erforderlich 3. Umsatz ohne Verarbeitung als Ge-werbe betrieben d.h. als anhaltende Nahrungs-quelle betrieben, wodurch die Absicht des Gewinnes (Spe-kulation) als dem Handel wesentlich ausgesprochen ist.Die Absicht, nicht der Gewinn, also die Speculation,nicht das Gelingen derselben ist wesentlich. Die Specu-lation erwartet Unterschied der Preise, der Anschaffungund der Veräußerung der Sache an verschiedenen Ortenoder zu verschiedenen Zeiten, also es wird speculirt aufVerschiedenheit oder auf Änderung der Preise, beider Änderung entweder aufs Steigen oder aufs Sin-ken der Preise. Der Preis bildet sich nach dem Ver-hältniß zwischen Nachfrage und Angebot, nach der C on-junctur. Der Ort, wo beide zusammenkommen, ist derMarkt. Die abgeschlossene Speculation hat durch ihreNealisirung Einfluß auf die Conjunctur, und daher aufihren eigenen Ausgang. Der Unterschied der Preise istder Gewinn aus dem einzelnen Geschäft. Der Preisder Anschaffung besteht aber nicht allein aus dem Ein-kaufspreise und dessen Zinsen, und den andern auf nurdiese Waare verwandten Kosten (z. B. Transport, Asse-curanz), und deren Zinsen, also nicht allein aus den di-rekten Kosten der Waare, sondern auch aus einem Theilder allgemeinen Handelskosten und deren Zinsen, d. h. der-jenigen Kosten, die nicht direct durch ein einzelnes Ge-schäft und gerade durch dieses, sondern die durch die Ge-sammtheit aller einzelnen Geschäfte, durch die Betreibungdes Handelsgewerbes, veranlaßt werden; diese Kosten »ver-

kaufen ( Salzmonopol, oder regal) nicht mit Baumstark

Encyclopädie §. 483. als ein Handelsmonopol aufzufassen.