Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1854)
Entstehung
Seite
435
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tz. 111. Das Darlehen.

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2. Eine Vergütung für die Gefahr, welche der Gläubi-ger durch den gegebenen Credit läuft: baß die Rücker-stattung nicht in der bedungenen Maaße erfolgen werde;eine Assecuranzpräinie^. Die Größe der Zinsenbestimmt sich, soweit sie Miethgeld sind, wie jeder Preis,nach dem Verhältniß zwischen Angebot und Nachfragesoweit sie Assecuranzpräinie sind, nach der Größe der Ge-fahr. Wo gar keine Gefahr ist, weil die Erfüllung sicherist, sind die Zinsen nur ein Miethgeld. Danach ist derZinsfuß unter verschiedenen Umständen verschieden, undist niedriger bei Pfand, und zwar um so niedriger, je bes-ser die Hypothek ist, als bei reinem Personalcredit. Ent-richtet werden die Zinsen entweder nach der Capitalüber-tragung, und zwar in der Regel in bestimmten Terminen,

»oimus, guam varis. siut prstia rsrum psr siugulas oivits.tö8,rsKioussgus: maxirus vini, olsi, trumeuti: poeuniaruin cpio-gus ... I>. 67. H. 2. O. pro ooeio (17. 2.) U8ura8 pereiporsästzsat, po88it luelzsis, si alii wutuum äsäissst.

4) Daher 4-. 67. A. 1. O. pro 8oeio (17. 2.) guouiamsortis perioulum »et osm psrtinusrit, usuras ipouin rstiiisrsoportst. Vgl. 10. Z. 8. H. 6. H. 6. O. msuäat! (17. 1.).In der letzter» Stelle theilen sich die Zinsen als Miethgeldund Assecuranzpräinie zwischen dem äoiuinus und dem xroeu-rutor. In der I/. 10. Z. 8. hat der äominus auf das Mieth-geld verzichtet. Das psriouli prstium der tl,. 5. O. äs uauti-so tosuors (22. 2.) gehört theilweise hieher. Über diese Stellevgl. l ?aräs88U8 eollsotion äs 1oi8 ruaritimso. Bd. 1. S. 115.Die obigen Stellen widerlegen die Behauptung von Treitschkein Richters Jahrbüchern 1843. S. 712., daß die Zinsen recht-lich nie als Assecuranzpräinie behandelt werden dürfen.

5) Die 1^. 3. O. äs so guoä esrto loso (13. 4.) sagt:psouuiurum guogus, liest viäoatur uns, st saäsm potsstasudigus S88S, tarnen alÜ8 loeis kaeiliu8, et Isviüns U8nri8 iuvs-ninntur, aliis äMeiIiu8, st Aravibus usnris.

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