Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1854)
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§. 117. Das Zahlungsmandat.

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lungsmandat einseitig zurücknehmenAnders dann, wennder Mandatar nicht lediglich die Verbindlichkeit, sondernein Recht, dem Dritten zu zahlen, hat^. Der Tod desMandanten steht dem Widerruf gleich 2. Das Zah-lungsmandat kann so lange zurückgenommen werden, alsnoch i-es intoAim, d. h. so lange die Zahlung noch nichtgeschehen ist, mag sie auch vom Mandatar dem Drittenselbstständig versprochen worden seyn Denn dieses Ver-sprechen, ein, wenn Worte und Meinung des Mandatsauf Zahlung gehen, offenbar mandatswidriges ^ Verfah-ren, kann dem Revocationsrecht des Mandanten nicht prä-judiciren, ihm nicht zu mehr verpflichten noch zu wenigerberechtigen, als ohne das Versprechen seine Verbindlichkeitund sein Recht gewesen wäre. Das Revocationsrecht istaber dann durch das Versprechen ausgeschlossen, wenn das

1) Vgl. z. B. 1^. 106. O. äs solutioniduo (46. 3.).

2) Vgl. z. B. I. . 12. tz. 3. I.. 106. I,. 108. v. äs soln-tiovidus (46. 3.). über die I,. 108. v. eit. Archiv für diecivilist. Praxis. Bd. 4. Nr. 19. 2. I.. 36. v. äs xastis(2. 14.). 3. I,. 3. 0. äs novstionidus (8. 42.). Vgl. un-ten tz. 120l! !'- I ,k .16 .1 .81 ..I .5 K .51 .1 (ü

3) H. 26. pr. H. 1. O. rnanäati (17. 1.) H,. 19. 3. O.äs äonstiouibus (39. 5.) II,. 77. h. 6. O. äs Ismails II. (31.)I,. 41. v. äs R. v. (12. 1.).

*) Das Versprechen steht der Zahlung nicht schon danngleich, wenn keine Zahlungszeit bestimmt ist (so meint Gün-ther in Weiskes Rcchtslexikon Bd. 1. S. 328. 329.), sondernwenn überdies der Dritte es als Zahlung gelten lassen will,also z. B. als Gläubiger des Mandanten diesen durch dasVersprechen des Zahlungsmandatars liberirt seyn lassen will.

4) Vgl. Hl. 51. H. 1. O. äs paetis (2. 14.) und die Stel-len in Heise und Cropp Abhandlungen. Bd. 2. S. 354. Note 19.S. 394. Note 90.

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