Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Dritte« Buch. Die Waare.

theiligten begrenzt^). Ob dieser Kreis auch nach der Verkehrssitte,insbesondere nach dem Sprachgebrauch des Handels, als ein eigen-thümlicher erscheint, ist für die Möglichkeit bloßer Gattungsbestimmt-heit durchaus gleichgültig. Denkbar ist eine reine GattungSobliga-tion überall, wo mehrere Individuen von annähernd gleicher Beschaf-fenheit vorkommen. Vorzugsweise beliebt wird dieselbe freilich nurda, wo die bedungene Gattung nicht allein zahlreiche Individuenenthält, sondern wo diese zugleich, weil denselben Tauschwerth darstel-lend, nach Verkehrsbegriffen einander wesentlich gleich geachtet werden.

2) Solche Sachen von bloßem Gattungswerth, genannt ver-tretbare oder fungible Sachen, Quantitäten^), sind diehauptsächlichsten Objecte des Großhandels^). Nichtvertretbare Sa-

22) Unten 8- 62 Not. 32 sf. Bei Fick's Versuch, den Begriff der Gattungs-obligation, wenigstens für den Gatlungskauf, noch enger abzugrenzenArchiv f. Wechselrecht VIII S. 90. IX S. 374 ff. geht jedes Unterscheid-ungökriterium verloren. S. Zeitschr. s. Handelsr. III S. 302. BekkerS. 354 ss,

23) H.G.B. Art. 91. 301. 338. Die Römischen Quellen umschreiben denBegriff, indem sie bald hervorheben, daß bei Sachen dieser Art nurans die Gattung oder Art ankomme I. 2 §. 1 0. äe k. 0. (12, 1).I. 29 II. äe solut. (46, 3) bald, daß es (innerhalb der Gattung) nnrauf die Quantität ankomme: e-use ponckere, uumero, mensura conslsnt(eonsistunt, -sunt, continentur etc.): Ksius III 90. pr. ^. yuib. moä. re(3, 14). I 35 §. 5 v. äe L. (18, I). I. 42 äe 1. 0. (23, 3). I. 30Z, 3 lex. ?->>ciä. (35, 2,. I 1 Z. 2 äe 0. et 4. (44, 7). I. 2 z. 1äe k. v. (12, 1). I. 2 e. äe const. pec. (4, I8>. I 38 0. äe juä. (5, 1).I. 2 §. 3 v. äe k. c. (12,1). I. 30 § 1. l, 34 §. 6 äe lex. I (30). I. IIS pr. äeV. 0. (45, 1). I. 1 §. 7 >ex. ?glciä. (3S, 2). Die neueren Gesetzbücheridentificiren zum Theil die vertretbaren mit den verbrauchbaren Sachen, wieder Loäe civil s. jedoch Art. 1291 und da« Oesterr. Gesetzbuch, s.Not. 35; zum Theil unterscheiden sie zwar, jedoch ohne für vertretbareSachen eine besondere Bezeichnung zn haben, z. B. das Preußische Gesetz-buch. Das Sächs. Gesetzbuch unterscheidet: Z. 61. 1067 vgl. §. 623.

24) So auch im Alterthum. Die Cardinalbeispiele der Römischen Quellen sindWein, Oel, Getreide, Geld und edle Metalle, s. auch II 33, 6 äe t.itico,vino, oleo, lexsto. Fungible Forderungen s. Wächter, Wültlemb. Pri-vatr. II S. 230 Not. S und Arbeitsleistungen: I. 31 0. äe solut.«46, 3>. I. 26 §. 12 0. äe co»ä, inä (12, 6,. I. 5 0. äuo!>. >eiü (45, 2).I. 6. 9 §. I. 1.15 §. 1. I. 23 pr. v. äe op. lib. (38,1). 1. 39 §. S äe solut.(46. 3j.l. 54 §. 1 äo V. 0. (45, 1). Vgl. I. 13. 15 v. äe eontr. «tip. (8, 3g>.I. un. z. 9 c. äe caä. toll. (6, 51). A. L.R. I. 5 §- 416 vgl. 416. I. 16