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Drittes Buch. Die Waare.
Waare noch als Kaufmannsgut oder Handelsgut^) erscheint.Dieser von den Redactoren des Deutschen Handelsgesetzbuchs mehr in-stinctiv als mit klarem Bewußtsein ^) aus dem germanischen Handels-
kann. S. auch vsssrexis Zisc. 34. Kr. 1—3. Sachs. Gcsetzb. §. 906.u. unten Not. 39. Daß H.G.B, Art. 3 35 „mittlerer Art und Güte"lediglich gcnerischc Obligationen betrifft, ergibt nicht allein die Entstehungs-geschichte dieses Gesetzes — unten Note 42, und die Quellen desselben:A. L.R. I. S. §. 274, coäe civil srt. 1246 —, sondern auch der Wort-laut. Denn bei einem Specieshandel sind Art und Güte eben durch dasIndividuum bestimmt, auf welches der Vertrag gerichtet ist. Richtig Gad,Handbuch I. S. 214. Anderer Ansicht Thöl §, 82. Not. 11s, weil er diemittlere Qualität schon in dem Begriff „Kaufmannsgut" enthalten glaubt,Endemann (?) §. 91. Not. 24. §. 106. Not. 3S, Wolff in Central-organ N. F. I. S. 176. 191.
201 H.G.B. Art. 33 5. 3 46. Entsprechend in der Italienischen Praxis derAusdruck mvrosntile, kouum et merc-mlile: Lsssrexis äiso 34.Kr. 2. 3, im Frauzös. Verkehr das msrclisnäise lo^sle vt msreliancleoder könne et msrclisnöe: velamsrre etl^epoitvin IV. Kr. 38,im Englischen Verkehr merclisntsble yuslitv oder ok merclisntsblevsluv uiul xroper sud^ct ok tisde: Stepken, commsntsries II. p. 66.67. Smitll, comp. p. 517. 518 ksrsons, tke Is,v ot eontrscts I.p. 459 ls. Xent, comm. on ^mer. Ig« II. p. 657 ss. Der nur sürGattungsobligationen erhebliche Begriff der mittleren Art und Güte hatan sich, wie eine geschichtliche Entwicklung des Begriffs Kausmannsgutzeigen wird, mit demselben gar nichts zu schaffen. Die alteren Schrift-steller und auch die älteren Entscheidungen der Gerichtshöfe, z. B. Urlheiledes QA.G.'S zu Lübeck 1826. 1829. (Thöl, Entscheidungsgründe Nr. 68.64.) wissen davon nichts. Erst bei ?srckessus cours nr. 232, demneuere Schriftsteller, wie Thöl z. 82. Not. 11s. 12, Endemann (?)z. 91. Not. 24. §. 106. Not. 38. Auerbach, N. HandelSges. I. S.851 ff. 359. II. S. 115., u. Entscheidungen, z.B. O.A.G. zu Lübeck 1347.(Seuss. II. Nr. 21), O.A.G. zu Dresden 1343. lSeuff. II. Nr. 169),Privatr. Gesetzb. für den Kanton Zürich §. 1415. vgl. §. 1414. 1116,gefolgt sind, wird die mittlere Qualität zu einem Element des Begriffs„Kaufmannsgut" erhoben. Richtiger wieder Brinckmann 8- 68. Not. 6,74. Not. 24. 25., Neues Archiv f. Handelsrecht I. S. 257. 446. 447.II. S. 305. Not. * 310., Gad I. S. 214. In dem Deutschen Handels-gesetzbuch bildet die „mittlere Art und Güte" kein Element des Begriffs,denn es soll „Handelsgut mittlerer Art und Güte" geliefert werden, ues ist eine Tautologie nicht anzunehmen.
21) ES ist weder eine Definition des Ausdrucks „Handelsgut' gegeben, noch