vbschn. I. Die Sachen. Cap. I. Eigenschaften. §. 64. Werth und Preis. 597
stritten, auch für den Handelsverkehr positive Geltung erlangt"),
Preis weniger als die Hälfte des Werths beträgt. S. auch o. 3. 6 X.äe L. V. (3. 17). Allein die Praris ist viel weiter gegangen, und hatunter dem Vinflnß der canonistischen Doctrin, welche objective Gerechtig-keit des Preises verlangte - s. Not 43 —, auch bei Kaufgeschäften überMobilieu, auch dem Käufer, ja bei onerosen Geschäften überhaupt, allen-falls mit gewissen Ausnahmen, daö Anfechtungsrecht gestattet. Anderer-seits wird auch versucht, das Anfechtungsrecht des Verkäufers auf den Falldeö Nothverkaufs, oder beider Contrahcnten auf den Fall des Irrthumsüber den Werth zu beschränken; man will die Anfechtung nicht gestattenbei öffentlichen gerichtlichen Verkäufen, bei Versteigerungen, falls uicht derabsolute Werth zu Grunde gelegt ist u. s. f. Ueber die zahlreichen Streit-fragen: Alsrqug i-ä, 6e- sure merestor. I!l>. II. c. 9 Ar. 63 — 70.Glück, XVII. S. 19—12S. Chambon a. a. O. v. Vangerow,Pandektcn III. §. 611. v. Holzschuher, Theorie uud Casuistik3. Aufl. III. S. 729 fs. Treitschke, Kaufcontract ß. 102—110.Beseler, D. Privatr. §. 123. Windscheid, Pandekten tz 396. Gru-chot, Beiträge IX. S. 313- 333. Förster, Preuß. Privatr. II. §. 125Not. 19 sf. Bender, Franks. Privatr. S. 406 — 409. Baumeister,Hamb. Privatr. I. S. 349 — 351. Ueber die neuere PrariS: Seuffert l.Nr. 46—47. 201. 262. II 276. 292 366. III 41. 160. 161. 315-317.IV. 28. 106. 136. 212. 213. V. 87. VI. 23. 170, 322. 323. VII, 296.VIII. 243. 244. IX. 17. 143. X. 210. 246. XI. 30. XII. 135. 139. 161.XIII. 148. 244. 312. XIV. 218. 219. XV. 212. XVI. 167. XVIl. 231.232. Bl. f. Nechtöpfl. in Thüringen VIII. S. 225—237. Zeitschr, f. Han-delsr. IV. S. 460 - 466.62) S. z. B. INsrqusrä, öc ^jure mercst. üb. II. c. 9 Rr. 53. 63 — 70.Zur Beseitigung des unangemessenen Grundsatzes werden verschiedene un-haltbare oder nicht entscheidende Gründe vorgebracht: die Handelsgeschäfte,namentlich die Lieferungsgcschäfte, seien gewagte Geschäfte; der Kaufmannsei erimirt; es gäbe keinen absoluten Werth der Waaren; im Handel seikein Irrthum über den Werth der Waaren anzunehmen u. dgl. m.:Pöhls, Handelsr. I. S. 162. 163. Bender, Verkehr mit Staatspap.S. 305-307. O.A.G. zu München (Bl. f. Nechtsanwend. VI. S. 416).Brinckmann §. 69 Not. 22 ff. erkennt zwar die Geltung der gemein-rechtlichen Grnndsätze an, sucht dieselbe aber durch eine Reihe von Nestric-tionen möglichst zu beseitigen. Thöl K. 64 Not. 21 will die Regel nurfür Waare», welche einen Marktpreis haben, anerkennen, — f. auch Wiud-scheid a. a. O. §. 396 Not. 8 (?) — offenbar ohue Grund, da auchWaaren ohne Marktpreis einen objectiv erkennbaren Werth haben (dieGrundstücke der >. 3 0. <I<- ,esc. venil !>. S. auch U. des O.A.G.'s zuLübeck 1644 (Seuff. I. Nr. 46. 47), 1864 (Zeitschr. s. Handelsr. (IX.