Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

allein für den Frachtführer, sondern auch für den Spediteur. Lägeselbst eiu unzweideutiger Auftrag des Adressaten vor, der Spediteurmöge für ihn Besitz ergreifen, so wäre dessen Ausführung im Zwei-fel nur insofern anzunehmen, als mit dem Auftrag deö Versendersverträglich ist«»).

3) Selbst auf Seiten des Adressaten ist zwar unter Um-ständen, aber keineswegs in der Negel 4») der Wille denkbar, bereits mitder Versendung den Besitz der Waare zu erwerben. Es erscheint min-destens am natürlichsten, wenn auch beides sehr wohl auscinanderfallenkann, erst mit der definitiven Entgegennahme °°) (Empfang) den Bcsitzer-

266 ff. IV. S 233. S, auch Wengler zu Treitschke, Kaufcontract§. 83 Not. 7. I-olak, bot coxno8cv>nv»t S. 236 ff. O.A.G. zu Lübeck 1834 (Seuff. V. Nr. 60, Thöl, Entscheidungsgr. Nr. 200). 1849 (Senfs,IX. Nr. 216, auch N. Archiv III. S. 329 ff.) I8S9 (Hamb. Samml. III.S. 7IK ff., auch N. Archiv III. S. 336 ff.) Hamb. Handelsger. 1864(Hamb. Gerichtszeit. 1864 S. 297 ff.) O.A.G. zu Kiel (Seuff. XV.Nr. 48). Das Zürcher Gesetz b. §. 649 (s. Not. SS) verlaugt dennauch ausdrücklichzu seinen Hauden". S. überdies Bluntschli zu§. 1649. Daneben sindeu sich denn freilich auch unbestimmtere Aussprüche,z. B. O.A.G zu Lübeck 1827 (Thöl, Entscheidungsgründe Nr. 204).O.T. zu Stuttgart (Seuff. VII, Nr. 7), Gerade das Gegentheil behaupten0 eI 3 mgrre ei I. e p o i t v i n IV. Ar. 129 ll.

48) Anders daö Bad. Ldr. Anh. Art. 100a uud frühere Entwürfe. S. Not. 3S.

49) Prot. S. 1378. 1380. Voigt a. a. O. S. 267:Es läuft einleuchteu-der Weise dem Gange des Geschäfts und dem Interesse des Bestellers zu-wider, den wichligeu Akt der Entgegennahme der Waare anderswohin zuverlegen, als nach dem Orte, wohin dieselbe bestimmt ist, und statt desseuschou dem am Mittclplatze handelnden Spediteur, dessen Functioiien ihrerNatur nach nur auf die Weiterbeförderung der Waare gerichtet sind, eine,überdies für denselben in vielen Fällen ganz unpassende, jedenfalls nichtdurch eine äußere Nölhigung hervorgerufene nud für deu Besteller Präju-dicirliche Thätigkeit zu übertragen", v. Kräwell S. 446 ff. Ende-mann z. 112 Not. 47. S. auch H.G.V. v. BucuoS Aires 154 und diedort erwähnte» Ausuahmcu

SV) Ter Käufer, welcher nicht Besitz erwerben will, stellt die übersendete Waaresogleich zur Verfügung des Absenders. O.A.G. zu Dresden (Klette Nr.112). O.A.G. zu Rostock 186» (Samml. der Entsch. iu Rostoct'schcnNcchlSfällcn 3. Forts. S. S8 sf.) Senff. XIII. Nr. 82. Bei vorbehalt-loser Entgegenuahmc ist anzunehmen, daß der Käufer für sich empfangenhabe, also Besitzer uud bez. Eigenthümer geworden sei. O.AG. zn Lübeck (Zeitschr. f. Handelör. IX. S. 360). Interessante Erörterungen darüberO.AG. zu Lübeck 18S4 (Hamb. Samml. II. S. 680 ff). 3mit>>, comp.