Abschn, I. Die Sachen, Eap. II. Besitz. §. 06. Besitzerwerb durch Mittelspersonen. gZ5
werb anzunehmen; an erstere aber knüpfen sich sehr wichtige, sür denErwerbcr präjudicirliche Folgen: Die einfache Zurückweisung (Stell-ung zur Verfügung), z. B. beim Gattungskauf5'), ist nicht mehrmöglich; die Geltendmachung der wegen vertragswidriger Beschaffen-heit oder Mängel der Waare, wegen Verzugs u. dgl. zustehendenRechte erschwert oder ausgeschlossen. Frachtführer und selbst Spedi-teur sind selten die zur Wahrnehmung dieser Interessen desAdressaten geeigneten Vertreter. —
An den vorstehenden Sätzen des gemeinen Rechts hat daöD.H.G.B. nichts geändert^), wohl aber insofern dieselben befestigt,als die mehrfach beantragten Aenderungen nach gründlicher, wieder-holter Erwägung abgelehnt worden sind Andererseits ist auchkeiue Rechtscinheit erzielt, vielmehr sind die abweichenden Grundsätzeder neueren Civilgesetzbücher, insbesondere ^ des Preußischen 2°),
p. 498: ever)' receipt is not «11 scceptgnce. lient, comment. on /^mo-ricsn I-nv. II. p. 703. O.T, zu Berlin 1846 (Eutsch. S. IS9).öl) H.G.B. Art. 34K sf. Daher meinen Gad a. a.O. und Endcmann §.112Not. 39 sf. §. 114, daß erst dnrch Billigung der Waare seitens des Käu-fers die Ausantwortung an den Frachtführer zur „gewissen" „vollendeten"oder „perfecteu" Tradition werde.
52) H.G.B. Art. 343. 354.
53) Thol §.73Note. Neber die entgegcnstehendeBehauptung Gad's s.Not. I6a.E.
54) S. Not. 16. 3Y. 35.
55) Das Französische Recht enthält keine ausdrückliche Bestimmung, volle>le comm. srt. 100 entscheidet uur über den Gefahrsübergang und läßtdie Frage vom Besitz- und EigeuthumSübergang offen: !>'< msreligiilliüesortie 6u ins^«üin äu venlleui' ou cke I'expöllileui', vv^gxe, s'il n' ^ g con-ventio» contrsire, sux rlslmes et perils lle eelui ü, c^ui eile appsi-tient, sank 8on recours conlre >e commission^ire et !e voiturier cliarxcsöu tr?l»sport. Indem jedoch Congruenz von Gefahrs- und Eigenthums-übergang als Regel festgehalten wird, nimmt man an, daß bei verkaufterSpecies im Augenblick des Vertragöschlusses, der das Eigenthum überträgt,volle civil «rt. 1583, auch die Gefahr übergehe, und beim Gattungskauf,wenigstens in der Regel, mit der Gefahr, s. volle civil nrt, 1535, vollelle commereo si't. 100, anch das Eigenthum dmch Versendung auf denKäufer übergehe, indem der absendende Verkäufer als Mandatar des Käu-fers für die Besitzübertragung siugirt wird. ?a.r<iessus IV,-. 277 — 279.296.577. !U s-so III. I?r. 159?. 1596. 1593. 1599. veäarricke a. a.O. (s. Not. 40). kiviere, i-chelilions echtes p. 187 ff. 201. 202. 217.So selbst velsmaire et l.epoitvin III. «>-. 20l. IV. Xr.' 129 ss. 171.172. VI. IVr. 197, obwohl sie überall Eigenthum erst durch Tradition