Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

Schiffer und Rheder zukam»). Diese Abschrift welche dem heu-tigen Konnossement entspricht blieb in den Händen des Abladersoder eines Dritten, oder wurde auch wohl dem Ladungsempfängerzugesendet, welcher durch Vorzeigung derselben sich gegen den Schifferzur Auslieferung legitimirte- Dies wurde allmählich, mit der weiternEntwicklung des Transportwesens und des Kommissionsgeschäfts, dieRegel 1°). Gesteigert wurde die Bedeutung der Urkunde durch dieAusbildung des Assecuranzwesens ") und der Grundsätze des See-kriegörechts "->).

Allmählich, und namentlich am atlantischen Ocean wo be-reits im Z6. Jahrhundert das vom Süden überkommene Institut invollem Gebrauch war, trat die ursprüngliche Beziehung zu dem Lad-nngsverzeichniß des Schiffsschreibers in den Hintergrund. Das Em-pfangsbekenntniß wurde nicht mehr aus dem Ladungsverzeichniß,sondern neben und natürlich in Uebereinstimmung mit demselben an-

Schisfsschreiber den Waarenempfang zugleich iu einem Buche des Abladersbekunden. ^

10) In dem Reglement für Valencia v. 1343 c. 27 (?srS. V. p. 386) beweistder Destinatär die Abladung vor letrs ilv 8on compan^o o» per sltrsmcmers. Der letrs umfaßt vielleicht das zugesendete C. Nach der Flo-rentiner Assecurauzordnuug v, 1526 c. 4 <?k>rc>. IV. p. 604) beweist derVersicherungsnehmer die geschehene Abladung durch voll??» del csrics-menlo. istrscclis, ii. 6e nsvib. III. Kr. 32 scheint noch vorauszusetzen,daß der Destinatär sich nicht im Besitz eines Couuossemeuts befindet, s.aber tr. 6e sssecur. xl. 11 Kr. 50 ss., c!ec. rolse Kenuao 13. 54, analog56. Als fester Gebrauch wird die Versendung an den Destinatär erwähntim kuickon de I-> mer sEnde des 16. Jahrh,'s^j II. b, vräonnsnce cle Ismsrine III. 2 art. 3.

I I) S. z. B. die Florentiner Assecnranzvvlice von 1523 und die Assecnrauz-ordn. v. 1526 l?s>S. IV. p, 604, 603), Slrgecii-r cke sssecurst. I. c.,den (Zniäon llo la mer n. a. m.II«) So das L<lit 8ur l'gmirsulö v. 1584, (welches als gewöhnliche LaduugS-Papicrc, neben Llisrtespgrlies nnd lottres ilv carxusison, die eoßnoisse-menls, recoAnoisssnees erwähnt. Die ivtires rle csrxusiso» sind wohl diekctures xenersles clu clisrssemenl: Vglin I. n. 477. v oul»)'- ?st>II. p. 8.) Art. 42. 64, f. auch Art. 32. 34. 70. (?sr<I. IV. r>. 295 kl.).Lonls7-?Ät)' II, p. 15.

12) Der (Zuiclon dv la mer (kauen) zeigt sogar schon eine höhere Entwickel-ung des Instituts. Aehnlich die an der Westküste Frankreichs im 17.Jahrh, entstandenen us et coutumes ä' VIonne. Ueber die Niederlande s.Not. 15.