Abschn. I, Die Sachen. Cap. II. Besitz, 8. 70. Connossemeitt, 659
gefertigt, auch wohl, bei Stückgüterfracht, als Ersatz der üblichen Bc-frachtungsurknndc (vm-ta. partita)'^'); nicht mehr durch den Schiffö-schreiber, welcher im nordwestlichen Europa nur ausnahmsweise vor-kommt, sondern durch den schriftkundigen Schiffer ausgefertigt oderdoch unterzeichnetDie Niederlande und Frankreich bilden,
13) Schon in einzelnen älteren Slatittc» wird wenigstens nichl mehr erwähnt,daß.das dem Ablader vor der Abfahrt zn übergebende Empfangöbetennl-niß eine Abschrift des SchifsSbucheö sei: --l-tt, v. fI3I6^ ,,, I.e. SS, slnt. off. (Z-ixgrwe v. tZoi»i-r o. IM, »tat. v. lZonua ^1539^ lib. IV.c. 14. Ein Cremplar (oder Adreßbrief?! hat der Schiffer: Straoo!,-,,<>u »Avlb. lll. Kr. 32. Der lZiiulon <Io lu mcr, welcher, waö noch Spätcrcverwirren, das C. scharf von c>>arlenartie nnd küelurv (csrxuaison) trennt!II. 9. III. 2. XV. 7, erwähnt die Beziehung der Connossemcntscreuiplarcznm Schifföbnch nicht, s. II. 8 eas.iroxiü uisc. 10 Kr. 24 17. erwähntzwar die nothwendige Ucbercinstinimnng mit dem Schifföbnch, doch hebtschon r-ri-xs c. 30 vgl. c. 14 hervor, daß daS C. nicht eine Abschrift dc«Schifssbnchö sei, sondern umgekehrt in das Schifföbnch (Miro a» m-ini-f»!it>,) eingetragen werde, doch gelte dies „wie das Original einer Nota-riatöurkunde und daS C. wie ei» authentischer Auszug". S. auch Schweiz .Secrecht v. 1667 Abth. II. c. I nnd 6, Sccrecht v. Malta fIK97^ Tit . 4e. 3. 5. 6. Dagegen ist freilich noch im Rufs. Handelsgesetzbuch, welchesauf der Handelsschisffahrtsordnnng von 1731 beruht, Art. 803. 896—398,das C. mir ein Cremplar der Ladungsrolle.
14) Schon die Spanischen Verordnungen siir IZurxos s1S38^ c. 20 nnd kilbaas1S60^ c. 35. 54 sprechen voni conoeimiento clel m!>e«tre sSchiffer), undnach dem tZiinlon 6e lg mor, sowie den ns vk coulnmos cl'OIonnv ivcrdcndie Cvuuosscmente vou Schiffer oder Steuermann gezeichnet. Doch wird»och in den lloe. rolae Ve». 174 Kr. 1.16 gestritten, ob die von einem nichtamtlich bestellten Schisföschreibcr gezeichneten Connossemeule volle Beweis-kraft habe», und Lssaroßis ilisc. 10 Kr. 24 ff. 114. IIS. lliso. 2S IV,-. Sführt noch ans, das; dies nach gemeinem, von Gcnncscr Kauflenlen be-zeugten Gewohnheitsrecht der Fall sei, während Nevi-r Lol-iiios lib. III.c. 4 Kr. 44 sogar die Beweiskraft der Connvssemenle lediglich auf dieI'ublica Kilos des gcschwvrnen SchijfSschrcibcrö stützt. ?ioch ISS7 schriebein in der Praris freilich nicht beachtetes Französ. Edict (Valin I. i>. 633)vor, daß nnr die von den besonders angestellten nor-iiros — AioMerü derAdmiralität gezeichneten oder in deren Register eingetragenen Connossemenlevotlbcwcisend seien. Die Orcloiinance <Io la in-uino III. 2 .irt. 1, II. 3art. 7, gestattet Unterzeichnung durch Schisscr ooer Schijföschreibcr, derschou damals selten, und zur Zeit Valin's l^1766s nnr noch auf Levantc-schisscu, auf Kriegsschiffen, Kapern und Schiffen der Judische» Compagnie