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Drittes Buch, Die Waare.
Urkunde über die Veräußerung, deren Ausfertigung jeder ^) Theilauf seine Kosten verlangen darf, ist bloßes Beweismittel^),
II. Den Willen, Eigenthum zu geben und zunehmen^), In Ermangelung ausdrücklicher Erklärung^) wird
20) Ursprünglich „gerichtliche oder notarielle" Beurkundnng, Es genügt aberauch Beglaubigung einer Adnnnistrativbehörde, sofern nach den LandeS-gesctzen statthaft. Prol, S. 1702. 17VS, 1771,
21) Nicht blos der Erwcrber, wie ursprünglich, sondern auch der Veräußerer;und nicht allein zum Zwecke der Eintragnng der Eigenthumsveräuderuugin das Schiffsregister. Prot. S. 1702. 1705. 1771 vgl, S. 3703. 3704.
22) Weiter gehende, abgelehnte und zurückgezogene Anträge s. Not. 17. 18,iuSbes, Prot. S. 1693- 1701.
23) I. 31 v. <Ie k. v. (41. 1). Nunqu-ira nuckkr trgckitio trsnskert ckomi-nimn, 8eck its 8> venckitio sut aliizua j»8ta csu8S prsecesserii, propler>I»!>m trsclitio 8ecj»eretur. Illpisn XIX. 7 — >>sr»m rerum ckominiiimipsa Irsckitione sciprelienciimu», scilicet si ex ^usts esuss trsckitse »intnodis. I. 9 §, 3 l). cke ^. k, v, (41, I) — ninil enim tsm eonveniensost, nslllrsli se^uitsti, qusm voluntgtem ckomini volenti» rem susmin slium transkerre, rstsm Iisberi, Z. 40. 41 ,7, äe k v. (2, 1). I, 9§, 3 v. ckv jure ckot. (23, 3) — non quock ei non trgckuntur — se6 <zui»non puto Iioc sxi inter virum et uxorvm, ut ckominiiim säeum trsnskerstur —. I, 55 0, cke 0, et ^. (44, 7), I. 10 0. ckeckonst, (39, 5), S. auch unten K. 81 Not. 15. Dieser Wille muß auchbeim Kaufe vorhanden sein, wenngleich die Nealisiruug desselben nicht er-forderlich, sondern es genügt, daß dem Käufer Besitz und Genuß dauerndgewährt werde, vgl. I, 25 §. 1. I. 28. I. 72 §. I. I. 74 0. cke v. L.(18, 1). I. 11 z, 2 v. cke L. V. (19, 1) mit I. 30 §. 3 cke v. L. (18, 1).Aemo potegt vickeii esm rem venckicki8se, c>e euju8 ckominio ickiixitur, ne sck emtorem trsn8sst, 8«ck Iioc aut locstio e8t> sutsliuck xenus co»trsetu8. Verwechselung des Willens und der Realisirung!Endemann §. 103 g. E. K. 112 Not, 21 ff. Auch ist in diesem Punkte dieneuere Entwickelung eher auf Verstärkung, als auf Abschwächung des Rom .Rechts gerichtet: v. Keller, Pandekten §, 330. Gruchot, Beiträge IX.S. 73. Völlig uugegrüudet aber ist die Behauptung Endemann'stz. 77, daß im Handelsverkehr die Tradition regelmäßig (K. 76 a. E.§. 77 Not. 20 — s, freilich § 77 Not. 15) ein formell wirkender Akt seiund, ohne Rücksicht aus deu Willen, Eigenthum (wohl nicht förmliches?§. 77 Not. 20) übertrage! Principiell gäbe es sonach keine Uebergabe zubloßer Gewahrsam oder zu bloßem juristischen Besitz, zwischen Verkauf mituud ohne Preiszahlung oder Creditirung, Depouiruug, Leihe», Consig-niren, Verpfänden gäbe es nach Seite der dinglichen Wirkung keinen