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Drittes Buch. Die Waare.
ren" keine Anwendung gefunden hat 2°), und erweislich bei derSee-rechtöberathung diese Anwendung nicht gewollt worden ist so
36) 1) Von jeher ist der Verkauf des Schisses durch den Schiff er schlecht-hin, oder doch von gewissen Ausnahmefällen abgesehen, für unkräftig er-klärt, — die Vindication gegen den, wenngleich redlichen Erwerber ist nichtausgeschlossen : koole lies juxemens ä'vleron a,rt. 1 (ksrckessus, cvll, I. p.323). Wisby 'scheö Seerecht Art. IS. (8cklvtei-, p. 194). Hanseat. Nec. v.1432 Art. 10 (?->rck. VI. p. 499). vickonnsnce cke I-i msrine II. I srt.19, Locke cke com. 237, Holl. H.G B. Art. 376, D.H.G.B. Art. 499u. a. m. S. auch Pöhls, Seerecht S. 147, v. Kaltenborn I. S.1S3 ff. ? srciessus II. wr. 606. ^bbott-Snee p. S Ik. Holtius ,voorle^. II. p. 124 kk.
2) Nicht minder ist die Veräußerung des Schiffes durch Jeden, der sichsonst in dessen anvertrautem Besitze befindet, dem Eigenthümer gegenüberwirkungslos: Altlüb. Recht: vock. II. 13S. Lock. III. 72 (Hach): 8o nelicMSN en scliepe Iiuret to ener desclleckenen tit ckat ne msck Iie nock vor-selten nncli vorkopen nemsnns äst it mvFks steck« sin nocli niclitgnckers ckar meckv ckon sunäer slone ckgt Iist vol verliuren msok so vemeI,e vvil bot to siner beselieckenen tit. Daraus Wisbysches Seerecht Art.XII. (Schlyter p. 192). Wie hier Schiffe von dem sonst anerkanntenGrundsatz „Hand muß Hand wahren" ausdrücklich ausgenommen sind,so werden auch die entsprechenden Principien des Französ., Holland., Eng-lischen Rechts nach konstanter Praris auf Seeschiffe nicht angewendet:ksrckessus II. llr. 699. 606. 61ö. 617—619. älau-et Nr. 1077.Lrsvsrck-Vevrieres, rnsnuel p. 342 II. velsmsrrv et I.epoit-vin V. n. 248. lloltius, voorle? II. p. 26, 124—127. ^bbott-SIieep. 1. Ebenso ausdrücklich das Portug. HG.B. Art. 1292: es soll fürSeeschiffe der Grundsatz en ksit cke meudles la possession vsut titre nichtgelten. Liv-, Esth- und Kurländisches Privatr. (1864) §. 924: Auf ver-miethete Schiffe, die der Schiffer weiter veräußert, findet in den Eslhlän-dischen Städten der Satz 923 (f. oben §. 79 Not. 43) keine Anwendung.Auch die Bremische V. v. 2S. August 1348, welche die Vindication beweg-licher Sachen in zahlreichen Fälleu ausschließt, findet nach Z. 9 auf Schiffeund SchifsSparten keine Anwendung.
37) Bei Berathung des Art. 477 — s, Not. 32 — wurde wiederholt hervor-gehoben, daß eine Anwendung des gleichen Grnudsatzes auf den Verkaufdes Schiffes durch den Nichteigenthümer nicht beabsichtigt sei. Prot. S.1661, 1662 „Eine mißbräuchliche Anwendung des Artikels auf will-kührliche Veräußerungen des Schiffes sei schon dadurch zur Genügeausgeschlossen, daß Art. 432 (jetzt 477) uuverkenubar nur die aus derVerwendung zum Erwerb durch die Seefahrt herrührenden Ansprüche zumGegenstand habe.- Prot. S. 3740. 3741. — Selbst der Grundsatz, daß