Abschn.I. Die Sachen. Cap, HI. Eigenthum. §. 81. Preisregulirung beim Kauf. 847Gestundet ist der Kaufpreis überall, wo der Verkäufer dessen
b. Der Käufer soll die Sache bis zur Preiszahlung als Miether, alsofest, aber nur als äetentor haben — es ist ihm strenggenommen nichttradirt. I, 20 §. 2. I. 21 v. locsti (19, 2). I. 16 0. äs ?. et 0. (15, 6).Wie hier ein unbedingter Kauf mit einem selbständigen Miethvertrag ver-bunden ist, mit der Preiözahlung aber der Miethvertrag erlischt und dieDetention durch brevi msnu traöitio von selber in juristischen Besitz undEigenthum» übergeht, so kommt in der heutigen Praris auch ein Mieth-vertrag vor, welcher bedingungsweise in einen Kauf übergeht, indem derMiethzins, sobald er bis zu einem gewissen Betrage gezahlt ist, als Kauf-preis gilt: s- g. Möbelleihvertrag (v. Brünneck, in Gruchot'S Bei-trägen X. S. 339 ff.).
Combination von preesrium und conäuctia: I. 10 0. äe ^> v. L,, ?.(41. 2). I. 33 z. 6 0. Se usurp! (41, 3). S. Ziebarth S. 132 ff.Degenkolb, Platzrecht und Miethe. Berlin 1867. S. 177 ff.
An beiden Fällen ist selbstverständlich der Eigenthumsübergang suSpen-dirt, während in dem Falle, wo der Verkäufer sich nur eine Hypothekvorbehalten hat, ebenso unzweifelhaft das Eigenthum auf den Käuferübergeht. Für andere Fälle bedarf es natürlich überall der concrcten Be-urtheilung und der Berücksichtigung der auch local verschiedenen Sitte.Indessen wo es an einem sicheren Anhalt fehlt, muß doch im Zweifelder Eigenthnmsvorbehalt im Sinne einer Suspendirung des Eigen-thumSübcrgangS verstanden werden, s. v. Vangerow §, 311 Anmerk. 2und die dort Angeführte», insbes. Duucker, Rh. Museum V. Nr. 4. 7.Puchta §. 143 uud Volles, v. Keller z, 129 Not. 6. §. 323. S.auch v. Holzschuhcr II, §.105. III. §.294. (Eigenthümlich und com-Plicirt Sintenis §. 49 Not. 21. Ungcgründctc Unterscheidungen auchbei Brinckmann §.77 Not. 15 sf. Für Rcsolntivbedingung, mitMüller u, A., Treitschke §, 51). Für die Annahme einer SuSpeusiv-bedingniig auch die Praris: O.A.G. zu München 1826 (Scuff. II.Nr. 10). Celle 1838. 1839. 1842 (Seuff. XII. Nr. 6 I. Nr. 183. VIII.Nr. 16). Darmstadt 1840. 1864 (Seuff. VI. Nr. 146. XVIII. Nr. 70).Dresden I8SI (Scuff. VI. Nr. 147). Lübeck 18S1 (Seuff. V. Nr. IS6.VII. Nr. 1SI). Cassel 1365 (Seuff. X. Nr. 237). Vgl. auch O.A.G. zuRostock 1859 (Seuff. XVII. Nr. 138). Oldenburg 1864 (Scuff. XVIII.Nr. 10). Der Kauf wird dadurch nicht bedingt, wie Treitschke §. 51annimmt, noch wird im Zweifel der Käufer bloßer Tetcntor (so DnnckerS. 94 — im Widerspruch mit S. 111), vielmehr ist der Römische Fall s.(precm-iiun) der Normalfall. — Denkbar ist nnn freilich auch der Eigen-thumsvorbehalt ^im Sinne eines Eigenthumsrückfalls mit dinglicher oderauch nur obligatorischer (sr^um. I. 2 §. 3 0. pro emtore s41, 4^Z. I. 3. 6
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