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Drittes Buch. Die Waare,
Besitzübergang durch bloßes ovnstitutum xossessvriuro, unter Fort-dauer der Gewahrsam des Vcrpfänders, für unzureichend erklärtDas Pfandrecht soll äußerlich erkennbar^) sein. So wurde,um des allgemeinen Interesse der Verkehrssicherheit willen, demEinzelnen die Verwendung seines Vermögens zum Zwecke der Cre-ditsicherung beschränkt. Das nothwendig aus dem Besitz des Ver-pfänders herausgetretene Pfandstück gehört äußerlich nicht mehr zuseinen, Vermögen und vermag seinen Credit zum Schaden des Pfand-nehmerS oder dritter Gläubiger nicht mehr zu erhöhen; der Pfand-nehmer ist gegen alle ihm nachthciligen faktischen wie rechtlichenVerfügungen des Verpfänders gesichert'5),
riäll. §. 256. 431 ff, ?oni Nr. 1121 sss) und die nachgebildeten,wie Jtal., Holt., u. a. Schweiz , Entw. 487: Die vertragsmäßigeBestellung eines generellen Pfandrechts begründet im Concurse keinerleiVorrechte. Nebersicht der Cantonalrechte s. Motive z, Schweiz Entw.S, 463 ff, insbes. Zeilschr. f. Schweiz . N. II. S. 3 ff. und XIV. S. 29 ff.S8 ff., wo Heusler die Verpfändung von Waarenlagern u. dgl. mittelstEintragnng in öffentliche Pfandbücher auch ohne Besitzeinräumung vertheidigt.Einzelne Deutsche Stadtrechle stehen ganz ans Nöm. Boden, z, B, Nürn-berger Reform, von 1564 Tit , 20 ff. Andere enthalten nur Beschränk-ungen, nicht Ausschluß der Hypotheken; so Frankfurter Reform, von 1611Th. II. Tit. 17 ff,; das Hamburgische R., s. Baumeister I. S. 223 ff.260 ff,, und die Brem. Erb- und Handfesten-O, v. 30. Juli 1860 §, 122vergl. z, 125, 126. 130 — 134 und V. v. 25. Aug 1648. — Dazu F.Meier, Centralorgan N. F, II, S. 621 ff,
14) S. oben § 65 Not, 16 17. Dazu noch: Rcv. Lüb, R. III. 4 Art. 5.Churs. Erl, Proceßordn, aä Tit. 44 §. 2. Freiburger Stadtr. v. IS2V
II. 8. Recht von Zütphen (Mit termaier, D. Privatr. §. 26N Not, 5).Oesterreich: v, Stubenrauch a. a. O. II, S. ZV, Oberster Oesterr.Gerichtshof 1861 (Samml. civilrechtlicher Entscheid. III, Nr. 1312). UeberHolland: v. 6. Leessel ili. 536 Ueber Frankreich : Schäffner
III. S. Zö5. Renaud S. 317, 326. kont Kr. 1123. 1123, Irop-lonx, n-»,tisse,!>ent K> . 98. Kr, 296 kk. 312, Ueber England: f. Not. 12.Jtal. b. G.B. 1832, Diese Regel für das Faustpfand gilt mitunter selbstneben statthafter Hypothek, z. B. Franks, Reform, v. 1611 II 17 §. 2. 3.Bayer. Ldr von 1756 II. 6 tz, I. S auch Lab and a, a. O S. 233—240. Bluntschli, D. Privatr. § 102. 103. Ueber die Grenze zwischenconütit. pvssessorium und wirklicher Tradition s. oben §. 65 Not. 13.Auch die lehrreiche Französ. Praxis bei ?ont Kr. 1126 tk.
15) Motive z. Preuß, Entw. S. 2S9. Irvxlonx a. a. O,, insbes. Nr. 298: