888 Drittes Buch, Die Waare,
theils durch ein ergänzendes, sehr umfassendes Jntercessionssystem
urlheilt Dernburg, Pfandr. ll. S. 444: „Es war ein anerkennens-wcrtheS Bemühen, das Schicksal armer Frauen zu mildern, aber die Be-dürfnisse des gesammle» Verkehrs wurden durch diese Begünstigungen Ein-zelner verletzt, die Sicherheit des Realcredits aufs Tiefste erschüttert, unddie Zwecke, welche dem Institut des Pfandrechts zu Grunde liegen, durchdiese Eine Bestimmung zum großen Theil vereitelt". Daher schon dieGlosse und die Postglossatoren, spater die Praxis mancherlei Einschränk-ungen versuchlen (Dernburg II. S. 452 Not. 24. S. 461). S. auchMittermaier, Archiv f. civil. Praris Bd. 19 S. 166 ff. (AndersH euSler.Zeitschr. f. Schweiz . R. XIV. S. 76 ff., Escher eoä. S. 89 sf).Dazu kam die von der Praris noch erweiterte gesetzliche Hypothek wegender dem Ehemann überlassenen Paraphcmen (Dernburg I. S- 393 >.Einschränkungen in Italienischen und Niederländischen Statuten uud Ge-setzen, s. Loltius, Iivl »eilerl.inclscbe Isiliitviirext S. 432, Voet comm.->ck ?->n>i. 20. 2 «r. 20; Hamb. Stat. von 1603 II. 5 Art, 10, N.F.O.Art. 30 (Pöhls I. S. 405. 406. Baumeister II. S. 82 ss.); Brem.Erb- und Handfesten-O. von 1860 §.130 vgl. §. 132; 8tst. krunsvicense(Zeitschr. f. Braunschw. N. 1866 Nr. 5). Soweit Gütergemeinschaftbesteht, kommen selbstverstäudlich die römischrechtlichen Privilegien sür dasFrauengut an sich nicht zur Anwendung. Runde, Ehel. Güterrecht S.121 sf, überhaupt Beseler, D. Privatr. Z. 138 sf. Das EnglischeRecht erkennt kein Vorzugsrecht an: Güterbock, Zeitschr. f. Handelsr.II.S. 289. colk-zvru p. SS4. Ueber die Sch w eiz s. Zeilschrift fürSchweiz.N.XIV.S. 33 ff. S, 8 ff. 76 ff. vockv äs eow. sit. 563 (früher Art. 551—553), — f. auch, obwohl mehrfach abweichend, Belg, Fallitgesetz von 1851Art. 553 ff. Holl. H.G.B. Art. 880 ff., Jtal. H.G.B. 671 ff. u. a. m., —beschränkt insbesondere die Rechte der Ehefrauen der Kaufleute. Za-chariae II. §. 264. Slszsö II. Ar, 1344 ff. IV, Ar. 3000. Asmur.courü <ie ijroit cammerc!»! p, 542 ff. Holtius a. a. O. p. 429 ff. Soauch Prenß. Conc.O. S. 8V: „Der Ehefrau des Gemcinschulduers, mitAusnahme derEhefrauen vonHandelsleulcn, Schiffsrhedernund Fabrikbesitzern, gebühr! wegen ihres gesetzlich in die Verwaltungund Nutznießung des Ehemannes gekommenen Vermögens — ein gleichesVorrecht mit demjenigen der Kinder und Pflegebefohlenen; s. auch §. 88—94 und Einführungsges. Arl. XIII. Dazu Golldammer, Commenlara. a. O. Unler „Handelöleule, Schiffsrheder uud Fabrikbesitzer" sind nachArt. 31 des E.G. zum D.H.G.B. fortan diejenigen Personen zu verstehen,welche nach H.G.B, Art. 4 als Kaufleute gelten. Oben §, 44 Not. 6.In Verbindung damit steht die in den meisten neueren Handelsgesetzenvorgeschriebene Einrcgistrirung der Ehcverträge der Kaufleute. S. auch