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Drittes Buch. Die Waare.
beiderseitigen Interesse von dem Pfand gezogenen Ertrag hat er zu-nächst auf die Zinsen und alsdann auf die Capitalforderung zuverrechnen ^). Sein hauptsächlichstes und eigenthümliches ^) Rechtbesteht in der Bcfugniß, sich eventuell aus dem Pfandobjcct bez.dessen Werth, und zwar in der Regel 2») durch Verkauf deö Pfan-des, zu befriedigen. Besitz und dingliche Rechtsvcrfolgung sind ansich nur Mittel zur Ermöglichung wirksamer Pfandveräußerung.Schlechthin ein Recht auf den Besitz hat daher nur der Faustpfand-gläubiger-»->); der blos hypothekarische Gläubiger lediglich insoweit,als zum Zwecke der Übertragung des verpfändeten Rechts im Wege
auf Gefahr des Gläubigers statthaft sei. Stoi'x §, 329—331, «ent II.p. 301 ksrsons I. p, S92. ö93. Ueber älteres Deutsche« R, f. AlbrechtS> 133. 142 ff. v. Meibom S. 32S. 341 ff.
27) Windscheid K. 234. Dernburg II. S. 142 ff. «I. S. 67 ff. A.L.R. I.20. §. 140. 141. Sächs. G.B. §. 477, Locke civil -ut. 2081. k>sr<!sz-sus'«r. 486, Storv Z. 329-331.'343. 344, Span , H,G,B. 410.Portug. 316. Buenos Aires 757. Chile 319. Württemb, Entw. 407.419.
28) Nach älterem Rom. N. galt das Veräußerungsrecht nicht einmal als still-schweigender, nach neuestem R. gilt es als nothwendiger Bestandtheil desPfandrechts und die entgegengesetzte Verabredung, u« liesst creckitori ven-ckere, ist nur auf die Modalitäten der Mahnung von Einfluß: I. 4. v.Se pixu, -rc>. (13, 7). Das A.LR. I. 20, §. 26. 27 legt solcher Verab-redung die höhere Wirkung bei, daß der Gläubiger nur aus den Früchtensich befriedigen, event, nur ein Retentionsrecht mit gerichtlicher Veräus-serung im Eoucurse des VerpsänderS haben solle.
29) Denn es ist eine Befriedigung unter Umständen auch durch oirecte An-eignung, oder dnrch anderweitige Neaüsirung möglich. Letzteres durch Ein-treiben verpfändeter Forderungen, ersteres beim Geldpfand, dessen Pfand-rechtsnatur ohue Grund bezweifelt wird, z. B. anch Seuff. IV. Nr, 239.XII. Nr. 1S2. Not. *, S. I. 34. §. 2. 0. ile pixn. (20, I), I. 7, §. l.0, yui pol, (20, »). Sächs. G.B. §. 1279. vgl. §, 13«. Dernburg I.S. 429, II, S. 108, Windschcid §.226. s. Not. 2. Bremer S.21ff.41 ff. 63 ff. Endemann §, 146. Not. 19 ff. S die „Bedingungender Hamburger Bank bctr, die Belehnung von Silbcr-Contanten und Goldv. 2?. Mai 1866" (Hamb. Handclsarchiv S. 707). Statut der BremerBank v. 23. Januar 13S6. §, 68. Soll, was freilich im Zweifel an-zunehmen ist, die „Baarcaution" in das Eigenthum des Gläubigers über-gehen, so besteht daran nicht, wie Windscheid annimmt, ein Pfandrecht,sondern cS findet nur eine -ictio Läucise oder qua^i pixnerstitia auf Resti-tution bei Schuldlilguug statt.
29a) S, auch Locke civil srt, 2082. S. 1.