Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

kauf angedroht ist"); vorgangige Einklagung oder auch nur Liqui-dität der Forderung ist nicht erforderlich '2), doch kann durch Bestreit-ung der Schuld der VerPfänder den Pfandverkauf hemmen ^)Nach der die heilsame Strenge des alten Rechts beseitigenden Vor-schrift Justinian'S jedoch muß, in Ermangelung anderweitiger Ver-einbarung^), dem Verpfände? noch eine zweijährige Wartefrist nachder Verkaufsandrohung belassen werden^), auch ist der drittePfandbesitzer befugt, den Gläubiger zunächst an den Schuldner unddessen Bürgen zu verweisen (sxesptio excussionis perLonalis) i«).Ist dem genügt, so darf der Gläubiger, selbst im Concurse desVcrpfänders,'aus freier Hand, oder auch, nach seiner Wahl, imWege der öffentlichen Versteigerung verkaufen, nur ist er, bei Scha-densersatzpflicht, zur öffentlichen Bekanntmachung des bevorstehendenVerkaufs, und, wo thunlich, zur vorgängigen Anzeige an den Ver-Pfänder ") verbunden. Dem VerPfänder steht er für redliches und

drohung, um denselben herbeizuführen. S. Dernburg II. S. 122 fs.v. Vangerow §. 379, Aum. 3. Glück XIX. S. 334. ArndtS Z. 375.Windscheid Z. 237. Not. 3. Nicht erfordert im Sächs. G.B. §. 378.

11) I. 3. z. 1. e. lle jure ävm. imp. (6, 34). I, 13. c. äe 3<Im. tut. (5, 37).Dernburg II, S. 123. 139. Die Androhung wird ersetzt durch seiltentiajumcis (?). S. Dernburg II. S. 142. Not. 4.

12) v. Vangerow §. 379. Anmerk. 2. Dernburg II. S. 123 sf.

13) Ueber die dazu geeigneten Rechtsmittel f. Dernburg a. a. O.

14) Diese ist ausdrücklich gewahrt, I. 3. L. cle jure Som. imp, (8, 34). §. 1.5. yuib. slien. (2, 8). Die Clausel, der Gläubiger solle das Pfandso-fort" oderjederzeit" verkaufen dürfen, enthält jedenfalls Verzicht aufWartezeit. Thöl §. 1!0, O.A.G. zu Dresden 1662 (Zeitschr. f. Handelsr.IX. S. 167). S. auch Dernburg II. S. 113. Bender, Verkehr mitStaatspap S. 381 sf. Enthält auch die Clausel, der Gläubiger solledas Pfand verkaufen dürfen, eine Modifikation des gesetzlichen Rechts zumNachtheil des Verpfänders? Verzicht auf die Anzeige? oder Verzicht ausdie Wartezeit. Dagegen Dernburg II, S. 113. Not. 7. Thöl ß. 110.

) I, 3 z, 1 0 äe jure äom. imp. (8. 34). Dernburg II. S. 142 ff.

16) Rav. 104. Ueber das streitige Verhältniß zu Nov. 112. c. 1. s, Dern-burg II, S. 379. Steht dieselbe auch dem Gläubiger entgegen, welcherden gehabten Besitz verloren hat? S. Wind scheid §. 235, Not. 19.Nur beschränkt nach Preuß. R.: A.L.R. I. 20. z. 4952. 44. 46, Nichtnach Französ.: Iroplonx, nsntiss, Ar. 376. Oesterr. G.B. Z- 465. 4öS.Sächs. G,B. ß, 479. S. Not, 33.

17) I. 4. 0. <!e lli-itr. pixn, (S, 28). I. 4. v. Se venS, pixo. (8, 30). Dern-burg I, S. 135 ss.