Abschn.I. Die Sachen. Cap.IV. Pfand- u. Retentionsr. §,9ö. NctentionSrechl^ 9gg
spruchs willen die geschuldete Leistung zurückhält, ist niemals imVerzüge^). Umgekehrt, wer ohne Rechtsgrund sich ein Retentions-recht anmaßt, steht, falls er eigenmächtig in den Besitz des Neten-tionsobjects gelangt ist, schlechthin"), falls mit Willen des Geg-ners, nur bei vorhandenem Verzug für den Zufall ein. Beruhtindessen das Retentionsrecht auf ausdrücklicher oder stillschweigenderUebereinkuuft der Betheiligten, so ist die in obligatorischen Verhält-nissen regelmäßige Haftung für jedes Verschulden auch hier als ge-wollt anzunehmen Soweit jedes Verschulden prästirt werdenmuß, hat der Retinent insbesondere gegen Vernichtung, Verlust,Beschädigung das Erforderliche vorzukehren, daher auch, wo mitder bloßen Passivität Gefährde verknüpft wäre, wie bei verderblichenoder erheblichen Preisschwankungen unterliegenden Sachen, bei For-derungen gegen verdächtige Schuldner u. dgl., für die Werthsich-erung in geeigneter Weise, z. B> selbst durch Verkauf, Einziehungder Forderung, Sorge zu tragen Was für Zwecke dieser Artnothwendig oder nützlich aufgewendet ist, z, B. Lagergeld, Courtage,vermehrt den Anspruch des Retinenten Liegen in Folge eines
13) >> 40. v. äs k. (12, 1). Mn in mors est i8, s <zuo pecunis propterexceptionem peti non polest, I, 21 v. äs usur. (22, 1), Sviernliim est,non omne, izuoä äifferenäi csnss optima rstione Lst, morse sänuine-rsnäum; quiä snim, üi — sxceptio slio,us sllexetur? I. 24 pr. eock.Dagegen vermag er keineswegs, wie Großkopf behauptet, durch Obla-tion der Leistung gegen Befriedigung seiner Ansprüche den Gläubigerin morsm sccipisncii zu versetzen. Will er das, fo muß er pureofferiren. I. 3g v. cke solut. (46, 3),
14) I. 30 v. lio pizn. sct, (13, 7) — si invito rstisrio reiinuisset, sjus pe-riculo rslem kuisse responcket. l?ur semper in mors est: 1,18. K. 1. I. 2V.v. äe conä. kurt. (13, I). I. 1. §, 34. 3ö. 0. lle vi (43, 16). I. 22. v.äs usuris (22, 1>. U. der Göttinger Fakultät bei kiel, wer, elects II.exe. 13. Kr. 13. Nach Luden S. 20» ff. soll jeder Retinent für denZufall einstehen, weit er stets invito domino dessen Sache habe!
16) I, 30 v. äs pixn. sot, (13, 7) — seä si äebitor sus voluntste conces-sisset, nt retinsret, culpsm äuntsxst ei prsestsnäsm, non vin> mHorem.Oben Z. 94. Not. 30. 31. O.A.G. zu Lübeck 1864 (Zeitschr. f. HandelSr.IX. S. 174. 176).
16) Kraft seines Rechts nnd seiner Pflicht als Retinent, nicht weil er zurBefriedigung aus dem Retcntionsobject berechtigt wäre. I. 5. Z. 2. v. utin voss. lex. (36, 4). I. 27 I). äe red. suct. juä. (42, 6). SchcnckS. 280 ff. S. auch H.G.B. Art. 366. 366.16s) O.A.G. zu Cassel (Seufs. XVII. Nr. 162).