Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
Entstehung
Seite
994
Einzelbild herunterladen
 

994

Drittes Buch. Die Waare.

Gläubiger sich in den Concurs einlassen müssen, um aus diesemihre Befriedigung zu suchen, ist zur Beseitigung materiellerRechte ungeeignet 5>). Ein solches materielles, und zwar eigen-thümliches, die Rechte des Gegners beschränkendes Vermögensrecht^)ist nun aber ohne Zweifel das Retentionsrccht, und dasselbe stehtkeineswegs nur gegen die Person des Verpflichteten, sondern gegeneinen Jeden zu, welcher nur dessen Recht gegen den Retinentengeltend zu machen befugt ist 2»). Dies gilt von der Gläubigerschaft,

II. S. 107. S. auch O.A.G. zu Darmstadt (Seufs. IV Nr. 197). En-dcmann, HandelSr. §. 99. Not. 17. Labaud, Zcitschr. f. Ha»delsr. IX.S. 42k. 485. Boscher, Württemb. Archiv X. S. 418 sf. Ja Wolff, inBusch'S Archiv III. S. 266 nennt die Frage eine gar nicht mehr eristi-rende Eomroverse! Gleichwohl ist sie stets bestritten gewesen, und selbstnach Sächs. Recht, Erl. Proc. O. tit. 41. §. 1. Verb, mit Rescr. v. 26. Juli1764 hat der RetcntionSberechtigte an dem Kanferlös des zur Masse ab-gelieferte» Nelentionöobjecls ein Vorzugsrecht <liino', qusesl. IV. csp. 21p. 142. ?43); das Sächs. Gesenk, entscheidet die Frage nicht s. Motivezu 8- 767. Für das Vorzugsrecht im Concurse: Brem. Erb - u. Hand-festen-Ordnung v. 1860. §. 128; Hamburg . N. F. O. Art. 2S. Art. 34Nr. 4, s. auch Pöhls I S. 405. Baumeister I. S. 93; französ. R.?ont Nr. 1296. 1297. velsmsrie et I-epoitvin III. Ar. 231. Eng-lische« R.: Smitk p. 6S9-661. Güterbock, Zeitschr. f. Handelsr. II.S. 294. 295; älteres Holländisches Recht: v. iler lieessel t>>. 449.Auch für das gemeine Recht wird neuerdings der im Tert »erfochteneGrundsatz immer allgemeiner anerkannt: v. Vangerow I. §. 382. Sin-tenis l. §. 71. Not.20. II. §. 91. Not. 3t a. E. Großkopf S. 92 ff.Arndts a. a. O. S. 15. Fuchs, Concurs S. 41. 42. 73. Kuntze beiHolzschuher I. S. 134. Franck, Archiv f. W. R. XIII. S. 232 ff. Koch,R. der Forderungen I. §. 59. Förster I. S. 752. Not. 54. Desgleichenvssgrexis ckisc. 22. Ar. 22. Bender, Verkehr S. 501. 502. Brinck-mann, HandelSr. §. 32. Harder, Archiv f. civil. Praris Bd. 51.S. 114 ff. in wunderlicher Ausführung. S. auch oben z. 89 Not. 43 ff.51s) Anderenfalls würden diejenigen, deren Anspruch lediglich durch die Re-tentionsbefugniß nnd nicht daneben noch durch ein selbständiges Klagerechtgesichert ist, diese« Anspruchs verluftig gehen, ;,man müßte denn der An-sicht sein, daß die Universalität des Concursverfahrens nicht blos be-stehende Rechte zu beseitigen, sondern gar ein lzuvor) nicht bestehendesKlagerccht zu schaffen vermöge." Fuchs a. a. O. S. 42.52) Oben Z. 93 Not. 11.

63) Oben Not. 39. Anders Dernbürg a. a. O. S. 107. Daß die Gläubig-ergcmeinschaft im Verhältniß zu ihren Mitgläubiger» und zu Schuld-nern des CridarS höhere Rechte hätte, als der Cridar, wie z. B. Bayer,