Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Dritte» Buch. Die Waare.

lediglich die dem Handclsbcdürfniß nicht genügenden bürgerlichenRechtsgrundsätze über Pfand und Retention, die letzteren schwan-kend , durch eine unklare Theorie und pedantische Praxis verengt.Particulär aber bestanden die weitgreifendsten Verschiedenheiten.Im ganzen Gebiet der Österreichischen W.O. von 1763, der Augs-burger und Nürnberger W.O., somit in einem großen Theile Oester-reichs 5») und Bayerns ^"), in Frankfurt ^>-) und Hamburg wardas kaufmännische Deckungörecht im weitesten Umfange anerkannt;im Königreich Sachsen, wo sonst die alten Wechselordnungen inKraft geblieben waren s»ä), desgleichen im Gebiet des Französischen

(1. Aufl.) III. S. 347. 348. Bri nckm ann-'End emann §. 32. 110a. E. 111 a. E. 113. 114. O.A.G. zu Lübeck 1834 (Seusf. V. Nr. S7).1859 (Zcitschr. f. HandelSr. IX. S. 622). QG. zu Lübeck i. S, Bein-brech c. Franck 1664 u, O.A.G- zu Lübeck 186S (N. Archiv f. Handelsr.IV. S, 413 ff., auch Kierulff, Samml. I. S. 642 ff.). Wengler, Spe-ditionsgeschäft Z, 23. 24. Ja Treitschke, Commissionshandel S. 67 ss.will sogar die Vorschüsse auf das CommissionSgut nicht als connere For-derungen anerkennen I Das weitergehende Recht der Wechselordnungenwill Treitschke, Encyclopädie der Wechselrechte I. S, 228 alssingu-läreS" Recht auf das strengste interpretirt wissen. Dagegen neigen Hcise,HandelSr. S. 40. 79. 368. 369 und Pöhls I. S. 160-162. 2S3. 266263. 282. 238. einer weitergehenden Befugniß zu, doch unsicher undschwankend. Ein Urtheil des Holstein 'schen Obergerichts zu Gottorp von1310 (Jacobsen, Seerecht des Friedens und Krieges S. 241 ff.) erkenntdem Spediteur schlechthin wegen connexer Ansprüche das Berkaufsrecht zu.S. auch Bend er, Wcchselr. §, 327. 323. 3S6. 404.S6) Das bisher geltende Recht war durch die Einführung der D. W.O. nichtberührt worden, nur bestimmen die Gesetze über das Verfahren in Wech-selsachen Z. 22 (bez. §. 21), daß fortan schlechthin der Gläubiger gericht-liche Pfanderecution zu suchen hat. Blodig, Archiv f. W.R. VI. S.170 ff. V. S. 215. Oberster Oesterr. Gerichtshof 1855 (Kletke Nr. 219).68s) Nur die wcchselrechtlicheu Vorschriften der älteren Wechselordnungen sinddurch Art. 1 des E.G. v. 25- Juli 1850 beseitigt. Archiv f. W.R. I.S. 339.

S8d) EG. zur D. W.O. v. 10. März 1349 §. 1. 5.

68c) Hier war zwar durch §. 1 des E.G. vom 5. März 1349 die Wechselord-nung von 1711, nicht aber die Vorschrift der N. Fall. O. Art. 34 ausge-hoben worden (f. Not. 24. 81).

68ä) Im Koni gr. Sachsen war das ältere Recht bei Einführung der D.W.O. ausdrücklich aufrecht erhalten worden. Ges. v. 26. April 1349