Abschn.II. Das Geld. Cap. II. Münze, §. 100. Barren u. Münze. Geldwerth. 1Y7Z
Als Geld erscheinen die Edelmetalle, wie alle 2) Sacken, inStücken von gewisser Qualität und Quantität, welche in unvoll-kommenerer Gestalt Barren*) heißen; in vollkommenerer, nämlichin einer durch die Staatsgewalt durch besondere Form und Bezeich-nung als Geld kenntlich gemachten Gestalt"), Münzen") genannt
lion nicht wesentlich erhöht wird, selbst seit 1848 nur etwa 2°/, jährlichfür Gold und nur etwa 1°/, jährlich für Gold und Silber zusammen,„während selbst die schlechteste Getreideernte noch ansehnlich den zur Ern-tezeit vorhandenen Vorr.ith übersteigt." A, Wagner in StaatswörterbuchVII. S,73, ciievslier p. 753. Neb eniu S S. 89 fs. Schätztmandas von150N bis 1848 in den Welthandel gebrachte Quantum Gold aus 4094 Mill.Thlr. und Silbe/aus 6850 Mill. Thlr., so hätte freilich die kolossale Goldpro-duction der Jahre 1848 fs. scheinbar eine völlige Werthänderung hervorrufenmüssen, da von 1848—1862 etwa 2200 Mill. Thlr. Gold und etwa760 Mill. Thlr. Silber gewonnen sind. Indessen haben zahlreiche Ursachendiese Wcrthänderung auf ein sehr geringes Maß reducirt; ja, ungeachtetdas ProductionSverhältniß des Goldes zum Silber sich von l : 2 anf3 : I geändert hat, ist doch Gold gegen Silber nur um 2 bis 3°/, vonI : 15,83 auf 1 : 15,36 gefallen. S. Soetbeer in der Viertcljahrs-schrist f, Volkswirthsch. Bd. III. S. 164 ff. Lkevalier p. 85.Röscher §, l39. Auch Mommsen, Nöm. Münzgeschichte S. VI. Seit1867 ist sogar wieder eine erhebliche Steigerung der Goldpreise eingetreten.8) Oben §. 61—63.
4) Auch in Form von Stangen, Scheiben, Ringen (z. B. in Aegypten undAsien ). Brandts S. 72 ff. Als „Goldstaub" nach Gewicht in Cali-fornien: Noback, Börsen- und Comptoirbuch III. S. 212. In denNöm. Rcchtöqnellen die mssss oder poiuiu-i (suri oder srxenti), dünnereStücke Ismins oder Ismus, z. B. I. 11 pr. 0. cke k. 0. (12, 1). I. 27.§. 6. I, I. §. 1. 1.19. §. 1. 3. v. öe suro (34, 2). I. 12 V. Se-p. (4. 34).I. 9 v. «i eeit. pet (4, 2). I. 5 l?. äe suscept. (4, 70). virksen,msnusle 5, v. mssss. Im Mittclaltcr die msres, z. B. XI msrcse purisrxvnti (Zeitschr. f. Gesch. des Oberrheins ll. S 389. III. S. 313.Not. 3); üiiper msrcis puri srxenti (Lüb. Urkundenb. II. Nr. 77).Franz.: dsrreü, linxotü, z.B. coöe civil srt 1896. 1897. Engl.: buMon,
5) lorms publics (StaatSstcmpel) percusss: I. 1 pr. 0. <I« v. L. <I8, I>.I. 6. §. 7 v. so lex. Iu>. pecnl. (48, 13), s. auch I. 99 v. Se solut.(46, 3), pecunis sixnsts I. 19 pr. I. 27. §. 4. 6. v. Se s»ro (34, 2).I.ex vuliris <Ie (ZsIIis Lisslpins II. 2.
6) Auch „klingende» Münze, z.B. Oesterr. b. G.B. §. 985. 966, „klingendesGeld": A.L.R. II. 8. §. 759, im Gegensatz zum Papiergelde wie zumRechnungsgelde. Ueber .Rechnungsmünzen" s. unten §. 106. In denRömischen Quellen: »