1084
Dritte« Buch. Die Waare.
Daneben aber kamen seit dem 14. Jahrh, von Italien her dieFlorentinischen Goldstücke (Gulden, Loren), ursprünglich 64 auf dieMark fein, später 64 bis 71'/, auf die Mark 23 bis I8V2 karätigenGoldes, die Venctianischcn Dukaten oder Zechinen 67 auf die Markfein, und die nahestehenden^) Ungarischen Florencn und Dukatenin Umlauf. Die Deutsche Reichs-Goldprägung (insbesondereRheinische Goldguldcn) schloß sich ursprünglich an diesen Münzfußan, doch wu.de, durch Verringerung der Feinheit, der Goldguldcnvon ursprünglich 682°/,, (1385) auf 70^/z (1402), 84«/,» <1425),93"/z7 (1559) zu75kr , 91»-/,,-. (1739) auf die feine Mark reducirt.Daneben erhielt sich wesentlich der alte Tukatenfuß, und zwar zu67<"/7, Stück auf die feine Mark (1559), noch jetzt in den Öster-reichischen Dukaten^). Seit Anfang deS 13. Jahrhunderts kamen
Münzen übrig blieben. Unter solchen Umständen mußte selbstverständlichauch der Preis des Silbers steigen und die Münzstätten hatten nnr dannnoch Vonheil vom Münzen, sobald sie successive den Münzfuß verringerten.Wenn auch öfters einige Städte oder LandeSherrschasten diesem Unwesenentgegentraten, uud einen einmal anerkannten oder selbst vertragsmäßigvereinbarten Münzfuß möglichst lange aufrecht zu halten bemüht waren,so hatte dies auf die Länge wenig Erfolg; die Münzstätten der benach-barten Territorien waren dann um so thäliger, und bei den damaligenVerkehrsverhältnissen uud der Unzahl Münzsorten trieb das leichtere Gelddas gleichnamige schwerere bald in den Tiegel. Aber auch das läßt sichunschwer erkennen, daß, wie schädlich und beklagenswert!) auch eine fort-dauernde Mllnzunsicherheit zu jeder Zeit und überall sein muß, dieserUebelstand doch während des Mittelalters bei weitem nicht in dem Maßestörend uud verderblich gewirkt hat, als dies später der Fall seiu mußte.Bis zum 16. Jahrhundert waren der große Handelsverkehr und Geschäfts-betrieb ganz anderer Art als sie sich seitdem gestaltet haben, zunächst schonin Folge deS einen wichtigen Umstands, daß damals der Credit so gutwie gar nicht (?) in Anwendung kam. Das Zinsnehmen war überall strengeverboten uud die größeren Handelsgeschäfte wurden meist persönlich aufden Messen oder Factoreien, gegen baare Zahlung oder Tausch, vollzogen.An jedem solchen Verkchrsplatze gab es obrigkeitlich eingesetzte Wechsler,welche den Austausch uud die richtige Evakuation der verschiedenen Mün-zen besorgten".
12) 67 auf die Mark von 23 6arar » Äräu sein ---- 67 auf die Mark
sein. Ueber die kloreuen s, namentlich 0->5sroßis, >lisc. 22(1.IS) Etwas leichter der Hamburgische Dukaten: 63 20/4, auf die feine Mark