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Drittes Buch. Die Waare.
zen zum Zwecke der Eigenthumsübertragung Zählung oder Zahl-ung") genannt wird. Jedoch kann auch unter der Herrschaft desgemünzten Geldes eine Verschlechterung des Münzsystems ">), oderumgekehrt eine strengere") Auffassung des Münzwesens, oder noto-rischer Mißbrauch ^), oder endlich das Uebermaß kleiner i») Münzendie Rückkehr zu dem zuverlässigeren oder bequemeren Wägcsystembewirken. Andererseits circulirt häufig Scheide- und selbst Courant-münzc in verschlossenen Dütcn, Rollen, Beuteln, Packeten mit An-gabe des Geldbetrages ohne alles Zählen oder Wägen ^), auf Treuund Glauben i°), aber nicht als bloßes Werthzeichen, sondern wieein Metallbarren mit Privatstempel.
<39, 5). I. I pr. v. 6e concl. trit. (13, 3> <Zaiu8 III. 141. 90. II. 196.K. 2. I. öe emt. <3, 23), und den Gegensatz bei tZsuis I. 22 — non innumero, seä i» nonäviv. Dazu Mommsen S. 194. Hultsch S. 195.9) Unten §. 10S.
10) So in Rom und im Mittelalter.
11) So in der Constantinischcn Zeit: Mommsen S. 773. 833. Ueber dieEinrichtnng der Englischen Bank s. unten 8- 105.
12) So bei Dukaten, welche regelmäßig nachgewogen werden.
13) So circulirte in Preußen während der Kriegöjahre 1807 u. folgende dieübermäßig ausgeprägte Scheidemünze (zur Zeit des Tilsiter Friedensüber 42 Mill. Thaler) in versiegelten Papierrollen oder Beuteln nach derdarauf enthaltenen Aufschrift und nach dem Gewicht. HoffmannS. 130. 73 ff.
14) Der Handel nach Gewicht kann so bald den Zweck der Controle, baldden Zweck der Bequemlichkeit verfolgeu. Im ersten Falle wird das ein-zelne Münzstück gewogen, um zu ermitteln, ob es das gesetzliche Gewichthat; im zweiten Falle wird ein Quantum Münze, von der gesetzlich odernotorisch eine gewisse Menge auf ein gewisses Gewicht gehl, gewogen, umdessen Menge zu ermitteln.
15) So in der spälcrn Römischen Kaiserzeit die Kupfermünze in Säcken vonbestimmter Stückzahl «loUes): Mommsen S. 805 633. In tkhina:eilkvslier p 770. Zn Hamburg circulireu Schillingsstücke in Packetenzu 10 Thalern (430 Stück): Archiv s, W.R. III. S. 319. 322, in Süd-deuischlaud die Drei- und Sechs-Kreuzerstücke in Dütcn von 10 bis 100 fl :Hübner, Bank I. S. 40. Schässle, Zeitschr. f. Slaatswissensch. XIII.S. 306. 310, Auch Courantmüuzen häufig in Rollen und dgl.
16) Wie weit die Unlerlassnng möglicher Prüfuug schadet, läßt sich nicht all-gemein bestimmen. Zn allgemein Endemann, Handclsr. §. 124. Not. 21.S. üsucllit?, noimullse mellitstlones äs voluminibus vt sscok pecunis