Abschn.Il, DaSGeld. Cap. II. Münze, §.102. Nennwerth. Courant-u.Scheidem. 1Y95
Der Münzwerthstempel gibt den Feingehalt auf Grund deSMünzfußes an, entweder direct'^), ode? nur indirecl durch einenMünznamen ^), welcher nach dem Münzfüße zur Bezeichnung eines
imvlelis (Geldpackete und Geldsäcke), Lip«. 1834. v. Langenn u. Kori,Erörterung Prakt, Rechtsfragen, 2. Aufl. II. S. 53 ff. Ausführliche Vor-schriften, mit Unterscheidung der unversiegelten und versiegelten Rollen,Württemb. Entw. Art 313 k, c., Motive S. 27k—280. S. auch Preusz.Slrafges. §. 243. Z. 5: „Mit Gefängniß wird bestraft, wer Geldpackete,die mit einem öffentlichen Siegel verschlossen und mit Angabe des In-halts versehen sind, zu ihrem vollen Inhalt ausgibt oder auszugeben ver-sucht, obgleich er weiß, daß sie eröffnet und ihr Inhalt verringert wor-den ist". Zweckmäßig Sächs. b. G.B, §. 937: „Wer verschlossene undversiegelte Geldrollcn oder Packete mit Angabe des darin enthaltenenGeldbetrages uud seiner Namcnsunterschrist ausgibt, haftet für die Nich-tigkeit des Inhalts nicht blos dem unmittelbaren Empfänger, sondernauch Dritten gegenüber, welche weiterhin Zahlung damit empfangen ha-ben." — Bei Zahlung in Beuteln, aber auch sonst, wo Beutel zur Fort-schaffung erforderlich sind, kommt ein vom Gläubiger zu entrichtendes„Sackgeld" vor. Französ. Dekret v. 10.Juli 1809 (Broicher u, Grimmzu Lväe 6« coi». srt. 143).
17) Z.B. der Vereinsthaler: „30 Ein Pfund fein", die Krone „60 Ein Pfundfein Gold".
18) Die alten G ewich tön amen, wie ss: ein ganzes (ursprünglich wohl)Pfund, Sensrius: Stück im Werth von 10 ssses, Pfund, livre, Mark,sind schon srüh durch mehr oder minder willkührliche Münznamen ver-drängt worden, z. B Vsreikv8, sureus, soliiiuz (Ganzstück), vietorlstus(vom Bild der Victoria), tlorenus oder Karin» (von der Blume, klors,im Wappenschild? von Florenz), Gulden (güldenes Stück), Thaler (vonJoachimsthal in Böhmen ), Heller (die Pfennige der Schwäbischen StadtHall), Groschen (üvliäi xrossi), Pfennig ^die auf das Münzpfuud gewo-genen Stücke) Frank (französ. Münze), Sovereixn, Imperis.1, 8lerli»x(Osterling), vuc->tus, üocclims (Münze in Venedig), 8cu<lo, Krone,Kreuzer u. s. s. (s. Grote, Blätter f. Münzkunde I. S. 139 ff. N. F. IV.Heft 3. S. 1S1 ff); oder er ist beibehalten worden für eine Münze weitgeringeren Gehalts: as, clengriu», Pfund, livre, Mark, Gulden, Schillingu. f. f. So enthält das Englische „Pfund " nur ^/z,?^ feines ursprüng-lichen Silbergehalls; der französische „livre" enthielt im Jahre 1789 nur
des Carolingischen Pfundes und nur V»s so viel Silber als zurZeit Philipp I im zwölften Jahrhundert; der ZIsrgveäi ist von 17 bis 18 Irs.auf IV2 centiines gesunken Lnevglier p. 42. 43. Klüber §. 432.Not. ö. Solcher bloße Münzname ist gefährlich, da sich an ihn die trügerische,