Abschn. H. Da« Geld. Cap. II. Münze §. 104. Zwangskurs u. Währung. 4^ ZI
Auf dem ZwangskurS im Sinne eines Zwangskurses gegen Je-dermann und als Zwangsnennwerth oder gesetzlicher Kurs, sohinmit Ausschluß eines vom Nennwerth verschiedenen Kurses, beruhtdas System der gesetzlichen Werthmaße und Zahlmitteloder das Währungssystem ohne dessen klare Erkenntnißeine Feststellung der Geldtheorie, zumal in juristischer Beziehung,unmöglich ist
Februar 1856. Pat. v. 27. April 1853 §. 8. 9. 10. 13. Ges. v. S, Mai1866 Art, I. Ges. v, 25. August 1866 Art. V. S. auch Ocsterr. b, G.B.K. 986 und dazu v. Stuben rauch, Commenlar III. S. 165 ff. Denabsoluten ZwaugökurS der Oesterrcichischen Banknoten im Jahre 1348 ver-neinte, weil nicht erwiesen «das Material lag nicht vollständig vor), dasO.A.G. zu Lübeck , 11. v. 10. Tee. 1853 (Samml. in Franks, RechtssachenlSaucrländerj I, S, 80 sf,). S. auch Urtheile im Archiv f, W.R. IV.S. 93 — 95. Peitler, Samml. von wcchselrechilichen Entscheidungendes Obersten Oesterr. Gerichtshofes I. >Är. 25. 71. 181. II. Nr, 234.Borchardt, Allgem. D.W.Q. Zus. 322 (zu allgemein, da nicht jederZwangskurS die abweichende Vereinbarung ausschließt, und auch nur ingewissem Maße ist da« bei den Oesterr. Banknoten der Fall), S. über-haupt unten 108. 109 und über „csfeciiv" nnicn §, 105. 106.
12) Neichs-Münz-Ordnung v. 1559 §. 11. A.L.R. I. 16 §, 84. 76. I. 5K. 257—259. I, 11 K. S6. 797. Beseler S. 500. Kuntze S.427. 431.
13) Ohne ZwangskurS kein Währungssystem. Oben §. 99 Not, 24. 34 ff.,unten Not, 16 sf.
14) Wie die Meisten, so verkennt auch Savigny die Bedeutung dcö Währ-ungSsystcmS, denn mit dem Satze, daß Silber oder Gold die Grund-lage des Geldsystemö bilde, S, 412, s. auch S. 457. 453, ist nichts ge-wonnen. Hierdurch und weil er versucht, eine das Melall- und Papier-geld gleichmäßig umsasscude Theorie auszustellen — s. oben § 99a. E. —gelangt er zu der seither vielfach angenommenen Ansicht, daß der Zwangs-kurS bei dem Metallgelde weder oji vorkomme, noch von besonderer Wich-tigkeit sei — s. anch Obligationen II, S. 115. 116: „Der ZwangskurSgehört nicht zum Wesen des Geldes, sondern kann nur zufällig mit dem-selben verbunden werden", uud daß der Ncnnwerlh unter normalen Ver-hältnissen nicht atS ZwangskurS auszufassen sei, S. 425 ff, 444 ff. DieVorschrift einzelner Gesetze, oaß Sitbercourautgeld als gesetzliches Zahl-mittel gelte, behandelt er als eine von dem ZwaugSturö ganz verschiedeneAuSlegungöregel der Verträge; vie damit euge zusammeuhäugende uudentscheidende Frage, sür welche oiese Aujsassung vssenbar nicht ausreicht,was oer Gläubiger, der Beschädigte oder anderweitig in seinem Recht