1122 Drittes Buch. Die Waare.
Jedes Währungssystem enthält einen doppelten") NechtSsatz:
Verletzte, z, B. der Vindicant in Ermangelung der Naturalrestitution, alsGeld annehmen müsse und wie er es annehmen müsse, berührt er garnicht. Souchay, Zcilschr. f. Civilr. und Proc. N> F. IX S. 348 sf.erkennt zwar die Schwäche der Savignu'schen Deduction, allein auch erunterscheidet die absolute Geltung des Nennwerth« vom Zwangskurse.Nichtigere Ansichten bei Aeselcr, Kuntze, Ravil, KnieS, Wagner,Mommsen S. X. XI. Nvscher §. IIS Not. 6.
Jeder Staat, welcher ein eigenes WährnngSsustem, d. h. überhauptMünzsystcm besessen hat, hat auch den Münzen der Währung und princi-piell nur diese» Zwangskurs zum Nennwerlh beigelegt.
1) Im Rom . Reich, Das wird ganz mit Unrecht von Savignya. a. O, geleugnet, S. Mommsen S. 194. 135. 386. 391, 780. 844 ff.Müller, Deutsche Münzgeschichtc I. S. 87 sf, ES hat unzweifelhaftauch schon in früher republikanischer Zeit gegolten, wie zu Beginn undin den späteren Jahrhunderten der Kaiscrzcit, I. 1 pr. 0. <ie v. L,(18, I) — perpetus aestimslio — I, 3 v. cle in lit. ^jur. (12, 3) —ouum certs sit num worum (des Rom. Staatsgeldes) aeslimstio —,l>gulus k. 8. V. 26 §. I. (sogar Strafe der l.ex vornelis für privateVerrusserklärung oder einfache Zurückweisung s? reprodare^j). I. 1 0. cke,et. numism. pot. (11, 10), I. 2 §. I. 3 v. ae mun. siton. (10, 28).liov, I.eon. 62. Nov. Vslent. 14: — rekutsnäum esse creäiöerit vel pre-tio minon tsxsverit, Verbot der Agiotage: I. 1 0. I>>. si quis pecun.conklav. llX. 23). ^u^tiiiian's Sgnctio prsxmst. pro pet. vixilii c. 2V.Lilict. Iu8lin. XI. v. 559. Absoluter ZwangskurS sogar: I. un. v. Ik.si quis «olia , circul. (9, 22). Daß in einzelnen Kaisergesetzen nur vonMünzen früherer Kaiser die Rede ist, beruht lediglich darauf, daß ohnehinNiemand die rechtliche Möglichkeit dachte, Münzen der regierenden Kaiserzu ihrem Nennwerlh zurückzuweisen, während für ältere die Ansicht denkbarwar, daß mit dem früheren Herrscher auch dessen für seine Münzen auf-gestellter ZwangskurS erloschen sei. S. auch unten Not. 17 und 70,
2) Im Fränkischen Reich und sonst im Mittelalter: vspir. ?rsn-cotuit, v, 794 c. 5. (I>er>2, lex. I. p. 71). Ges. I-uänix II. v. 356 (?)(eou. p, 437). La. Osiisiscense v. 861. (eocl. p. 470). La. kistvnsev. 864 (eod. p. 488, dazu Soetbeer, Forschungen z. D. Geschichte VI.S. 9 ff.), u. a. mehr.
Ges. Friedrich II. v. 1232 (?ert/. IV. p, 286, Mone, Zeitschr. II. S>411». Ueber Genua f. Zoseeis §. 2. A>. 3 Nr. 95. 82 ff. und sonst.Ueberall, bei Einführung neuer Münzen und Aenderung des Münzfußes,