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Dritte« Buch. Die Waare.
mitunter unter dem Namen „Vindication" ein anomales Separa-tionsrecht im Concurse für die in daö Eigenthum des Schuldnersbereits übergegangenen Geldstückeoder für die dem Schuldner ge-gen Dritte zustehende Geldforderung gewährt.
Das Metallgeld ist nur''') Sache, es rcpräsentirt keine For-derung, etwa gegen den Münzherrn. Daher Eigenthumsverlust desGeldstückes definitiver Werthverlust ist, soweit nicht in Folge Ver-trages <z. B. Darlehn) oder NechtssccheS (z. B. wegen Delikts, Be-reicherung) der Verlierer zum Ersähe eine Forderung auf den Werthhat. Eine Amortisation ist hier undenkbar. Verrufung, Herabsetz-ung oder Erhöhung seines Nennwerthcs durch die Staatsgewalt,Nichteinlösung desselben und Nichtannahme von Geld, welchesnicht Währung >°) ist, als Zahlmittcl bei den Staatskassen, wenn-
der Gefahr und dgl. beurtheilt werden; eine Abweichung von den hierausreichenden Grundsätzen des Civilrechts blos wegen Befürcht-ung von Collusionen im Concurse des Kommissionärs oder wegen einzelnerirriger Entscheidungen der Gerichte lasse sich nicht rechtfertigen. Prot.S. 1192—1196. S. auch v. Kraewel S. 497. Brir S. 376. 376.Gad I. S. 267. v. Hahn II. S. 332. Dagegen findet sich der bean-standete Satz, nach R.H.G.B. Tit. 6 Art. 13, sür den Fall des ZahluugS-empfangcS anerkannt- Zürcher G.B. §. 1634 vgl. §. 1620, und dazuBluntschli; Schweiz . Entw. Art. 273.
11) z. B. Preuß. A.G-O. I. 60 §. 354, Prcusz. Conc. O. §. 44, s. auchHolt. H.G.B. Art. 519. 620. D.H.G.B. Art. 767 Z. 1. 2. Art. 774—777. 778. 760 S. 2. 781 S. 3.
12) Oode cke com. Art. 675 S. 2. Preuß. A G.O. I. 50. K. 309 s. Preuß.Conc. O. §. 23. 23. 25 S. 2. I. Pr. Entw. Art. 762 S. 2 II. Preuh.Entw. Art. 726 S. 2. — 0räensi>2!>5 63 Silbgo c. 17. Art. 28. 29. Span.H.G.B. Art. 114 Z. 7. Holl. Art. 238. 240. 246. Portug. 913. 915.1223. Buenos Aires Art. 1680. Chile Art. 1610. Jtal. Art. 633 S. 2.Frciburg. Art. 330 S. 2. Zürcher §. 1621. Schweiz . Entw. Art. 474S. 2. S. auch H.G.B. Art. 363 S. 2 — oben §. 66 Not. 16, undüber das „Verfolgungsrecht" oben §. 32, iuöbes. Not. 60. 61. 64.
13) (Liebe) die Allg. D. WO. mit Erlänternngen S. 123-130. S. die „An-weisungStheorie" oben z. 100 Not. 21 ss,
14) S. z. B. die Z, 104 Not 67 ff. angeführten Gesetze.
15) Geld, welches Währung ist, muß natürlich auch die Staatskasse schlechthinin Zahlung nehmen. Gleiches gilt aber auch, sofern etwa gesetzlich fest-gestellt ist, daß Steuern und sonstige Verpflichtungen gegen den Staat inGold, den FriedrichSd'or zu 6?/, Thaler gerechnet, entrichtet werden dür-