Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Abschn. II, Da« Geld. Cap. II, Münze, §. 105. Geld als Sache. Geldschuld. 1147

Im Zweifel gelten Münzfuß und gesetzliche Münzsorte (Währ-ung) deö Erfüllungsortes als die vertragsmäßigen. D.H.G.B.Art. 336 S. 1-s).

Für die Summenschuld gilt als Ncgcl: Unter mehrerenMünzsorten, welche und insoweit sie Währung sind,hat der Schuldner die Wahl, gleichviel in welcherMünzsorte die Schuld ausgedrückt ist. DieMünzsortc ist hiernur w Solutions, nicht in obli^ations 2°). Sofern hingegen

andere Eigenschaften. Oben §. 62 Not. 5 ff. So wenn die Geldstückeals snecies oder als xenus (im engeren Sinne) Gegenstand der Obligationsind, und stets bei der Zahlung.

24) Oben §. 63 Not. 13 ff. So überall, wo die Geldstücke nur zur Bezeich-nung des geschuldeten Geldquantums dienen, v. Savigny S. 466. 467.Mit einem Irrthum über die Qualität kann sich ein Irrthum über dieQuantität verbinden, z. B. werden irrthümlich 100 Stück Oestcrrcich-ischc Gulden statt geschuldeter 100 Stück Gulden Süddeutscher Währunggezahlt oder versprochen.

) S. oben §. 63 Not. I I. vgl. z. 62 Not. 38. A L.R, I. S §. 2S7. II. g8- 878. 833. 834, s. aber §. 885. Oesterr. G.B. §. 905. Span. H.G.B.Art. 263. Portug. Art. 263. Brasil. Art. 132. 131 IV. 195. NugS-bnrger W.O. vou 1778 c. VIII. §. 2. Weimar'sche W,O. §. 36. 87.Thöl II. z. 185. Schcrer, Handbuch des Wechselr. s. v. Münzen §.4.Treitschkc, Encyclop. II. S. 776. ?aräessus I. Nr. 205. IV. Nr.1445. 41->u2st II. Nr. 900. ZIssss I. Nr. 604 603. 610. Dochist sorgfältige concrete Untersuchung erforderlich, nnd selbstverständlich mußfür die Müuzsorte des Verlragsortes präsumirt werden, falls in Fragefleht, in welcher Münzsorte ein Darlchn u. dgl. hingegeben wordenist. A.L.N. I. 11 §. 779. 781. Glück XII. S. 89. Zlsssö I. Nr. 609.v. Bar, internationales Privatr. S. 241.

26) Ob es heißt, ich schulde 100 Thlr. (fl., Frcs.), oder ich will 100 Thaler(fl. FrcS.) zahlen, macht keinen Unterschied. Der Satz im Tert ergibt sichtheils aus den allgemeinen Principien der Gattungsobligation (f. Not. 21) darüber oben Z. 62 Not. 39 ff. theils aus den oben Not. 2 an-geführten Stellen, welche keineswegs so »»beweisend sind, wie Heinibach,Credit »!» S. 247 ff. auszuführen sucht; vielmehr sprechen sie unzwcidcntigdas Princip aus, daß die Münzsorte in der Stipulation nicht an sich Ge-genstand der Obligation ist; sonst würde eine Stipulation, wie die I. 65§. I 60 V. t). (45, l) angeführte, nichtig sei». Das Gegentheil sagt auchnicht Paulus i» I. 99. 0. äe sollt. (46, 3): vebitorem (Vulx.:Lreciitorem) n0n esse ooxenclum in sliam lormam numos scei^