Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Abschn.II. Daö Geld. Cap.II. Münze, z.105. Geld als Sache. Geldschuld. 1153

4) Die letzterwähnte Ausnahme gilt wenigstens dann,wenn die bedungene fremde Münzsorte am Zahlungsorte thatsächlich

Summe in Prcuß. Friedrichsd'or oder in Thaler Gold dergestalt bedungen'ist, daß die Erfüllung in Prenß, Fricdrichöd'or gesetzlich verlangt werden kann,der Schuldner die Wahl, die Zahlung in Preusz. Fricdrichöd'or oder inSilbercourant, dcu Fricdrichöd'or zu ü^/z Thaler» gerechnet, zn erfüllen.S. oben Not. 22.

35> So muß, nach Prenß. N., zwar der Gläubiger die ausdrücklich ver-schriebene Münze annehmen, sie sei denn in der Zwischenzeit anßcr Kursgesetzt wordein AL.N, I. 16 z. 78.81; dagegen der Schuldner brauchtdie im Julaude zu leistende Zahluug immer nnr in solcher Minze zuleisten, welche am Zahlungsorte gesetzlichen Kurs hat, also iu der Regelnur in einheimischer, nnd zwar nach dem Kurse des Zahlungsortes -A.L.R. I. 11 §. 78S. 786, I. 16 Z. 83 s. auch II. 3 Z. 876. 877 undandere allere Wechselordnungen (z. B, Siegel, l^nrp. ^ir, camb. I. zurLeipz. W.O. v. 1682 z. 22, W,O. für Bilbao §, 38, für St. Sebastian§. 38). Auch enthält A.L.R. I. 16 z. 79 keine Ausnahme für deu Fall,daß die fremde Münzsorte im Inlande thatsächlich umläuft wieC. F. Koch, Commentar zn AL.N. I. 11 § 785 annimmt vgl. 1.16§. 78. 63 und Cab. O. v. 4. Aug. 1832. Allein der Grundsatz ist keinabsoluter, daher bei Ausbcdingung des Gegentheils (z. B. durch die Clauselesscctiv") die frcmde Münze zu leisten. Für alle Wechselzahlungen wurdedies schon früh in Preußen angenommen. Für Zahlungen, welche imAusland zu leisieu sind, gilt ohnehin der Grundsatz nicht: A.L.N. 1.11§. 78ö. I. 16 §. 7V. II. 8. § 883. 83 t. Der Grundsatz des Prcuß.Rechts wird auch iu der Französ. Prans befolgt: »Issss I. Nr. 611.IV. Nr. 2125. et III. Nr. 899 uud andere Eommcntatorcu zu

coäe ilo cvm, Art. 143; ferner im Span. H.G.B. Art. 253. Portug.262. Hvll, IS6. Jtal. 228. Chile Art. N3. 114. Vgl. auch Russ.H.G.B. Art. 508. 1998. Das Brasil. Art. 431 stimmt mit H.G.B.Art. 336 überein.

36) Sogar mit der Erweiterung, daß diejenige Münzsorte, ans welche derWechsel lautet, als bedungen gilt s. Not. 27. Liodu d o oom.Art. 143: llnv lottre äe cliAiixo <I 0 i t izlrv pg)öe >ians lainonnsie (zu'elle inäiqnv (Versuche restriktiver Auslegung auf denFall einer gencrischcn Geldschuld im engeren Sinne z. B. Vineens II.p. 287 ff. koiixnier, Ieltr°.< «le clianxe ?1r. 136). Span. H.G.V.Art. 494. Portug. Art. 377. (Auch in der Prcuß. V. v. 4. Juni 1819für die ans der Naumburgcr Messe zu zahleudeu Wechsel). Uugar. G.A.XV. 1840 I. 112, abgeändert: im Zweifel wird Oesteneichischc Währungverstanden (Zcilschr. f. Handelsr. V. S. 477). Eigenthümlich Serbisches