Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Abschn.N. Das Geld, Cap.III. §. 106. NcchnnngSgeld. Vank-Wcchsel-Valula. 1183

gedrückten Geldschuld zu berechnen sei, hängt im Zweifel davon ab,ob die Rechnungsmünze eine einheimische oder ausländische ist^).

Das System des Ncchnungsgeldes ist am strengsten durchge-führt, falls kein ZahlungSvcrtrcter des entsprechenden Metallwerthesim Voraus bestimmt ist so in der Hamburger Mark Banco;weniger strenge, wo im Voraus bestimmte Münzen, sofern sie dengesetzlichen Feingehalt haben, als Vertreter gelten; am laxesten, undder Rechnungsmünzc sich nähernd, wo alle oder gewisse Münzen schlecht-hin, ohne Rücksicht auf Feingehalt als Vertreter gelten. Die bloße Rech-nungSmünze steht dem Rechnuugsgelde nahe, und kann als eine Artdes RcchnungsgeldcS aufgefaßt werden, falls die wirklichen Münzen,von denen ein bestimmtes Quantum die Rechnungsmünze bildet,dauernd nach einem gewissen Feingehalt geprägt werden und nurunter dieser Voraussetzung für die Feststellung der RechnungSmüuzein Betracht kommen. So das Wechselgeld der Italienischen Wechscl-messen, der Meßdukaten, seuäv <Zi rnarolis (soutus marcdarura

15) Oben §, 105 Not 61 fs, Rhein . Archiv I. S, 150. Oberster Oestcrr. Ge-richtshof 1851 (Peitler, Wechselr. Entscheid. I. Nr. 14). Wnrttemb.Entw, Art, 313». und Motive. Ausführlich Scsccig Z. 2 xl, 6 Nr. 11g.146. 67 ff. vsssrexis <Zisc. 61.

16) Im Ganzen richtig schon Bi ener, Abhandl. aus dem Gebiet der Rechts-geschichte S 82 152 undWechselr Abhandl, S. 117. 118. 50 s, auchEndemann, Nationalökon, Grundsätze S. 41. 43. 86, AusführlichSesceis a, a, O., insbes, §. 1 q. 5 Nr. 53 ff, Z. 1 q. 7 psr. 1 Nr.23. §2x1. 3, Nr. 8 fs, §. 5 xl. 2 Nr. I, §. 6 x!. 1 Nr. 23, §. 9Nr, 1, 2. 2527, kgpiisel ile luiri <Iisn. I, mal. «r. 1115. ckizp.I, q, 3 ^r. 31. Lasgrexiz aise. 61 (äisc, 218 Ar. 20) Die wirklichin Italien und auf den Wechsclmesscn kursirende Goldmiinze, der Golddu-katen, sc»w5 (Schild, Beschüszcr, Helfer) sureus (seucko <l'oro), war einesehr reine Münze von meist unveränderlichem Feingehalt, insbesondere dieVenetianischen (Zecchini.l, aber auch Genuesische, Florcntinische, Neapolitanische,Piacentiner, Spanische, wogegen geringere nicht genommen wurden. Er isteigentlich ein Gcwichtölhcil der Mark, >/gz Mark rein Gold, daher «c»lusmsrelisimn genannt, wurde aber meist geringer ausgeprägt, statt 24 nur21'/z karätig. Er zerfällt in der Regel in 12 wirkliche cloiisrii Arxentei,auch wohl in 90 soliäi (Genua ); fictiv aber (was Wiener übersieht) in20 soliili suiei 12 llen-ii'ü, indein er dem Carolingischen Silberpfundc(oben S. 1083) gleichbchandelt wird. Diese fictiven 20 soliili suiei g 12äensrii bilden nun den sciilus msrclisium oder scuclo l>! msrclie im Sinne

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