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Drittes Buch. Die Waare.
Aehnlich das Preußische „Bancopfund" in der zweiten Hälfte deö18. Jahrhunderts ").
des Meßdukalens. Ticscr letztere aber zerfällt wiederum fictiv iu 3 iiliras(il 20 nolioiz und 8 soliäi, somit in 68 soliöi, so zwar, daß er nicht ganzdem wirklichen vollhaltigen scutus aureu» gleichgerechnet wird, sondern,verinulhlich wegen der Differenzen in dein Feingehalt der umlaufendenscuti aur^i, nur zu 67>/z solid!, falls der scutus aurous gleichfalls in 63fiktive soliäi getheilt wird. Somit 66 solid! des scutus marciisrum im?aii — 67^/, «olicki des sciitus aureus, oder 101 scuti marcliarum100 scuii aurei. Dies ist der feste Zahlungswerlh auf den Wechselmessen,insbesondere in Piacenza , Dagegen ist der Kurs auf die Messe uud vonder Messe (Ritornowechsel) schwankend; für Wechsel auf die Messe meistunter pari (63 so!.): 66 bis 67; für Wechsel von der Messe meist überpari: 68—70 100 scull aurei bilden so die feste Valuta, 100 scuti mar-cliarum, zu 67^/, weniger oder mehr soliäi, die schwankende Valnta. DieFeststellung des Kurses erfolgt durch Beamte der Kaufmannschaft (csmkivsl conto), doch kommen von dem festgestellten Kurse im Handel auchkleine Abweichungen vor (cawbio a> vre^no eorrentv) — s. oben §. 64Not. 40. — Wirkliche Zahlung der scuti insrclisrmn auf der Messe kannnur in Dukaten geschehen, in Genua auch iu Genuesischen scuti ar-xcnti'i. So war eine auf den Golddukaten in seinem nahezu unveränder-lichen Feingehalt basirtc Wechselwähruug geschaffen.17) DaS Preußische .Banco-Pfund" sollte nach Art. I. des Edicts vom 29.Octobcr 1766 stets 25°/„ mehr Werth enthalten, als der zu 24 Karat 9Gräu ausgeprägte FriedrichSd'or 35 auf 1 Mark, so daß 4 Pfund BancoEinen Friedrichsd'or ausmachen, S. Hübn er I. S. 28. Kcyßner,Zeitschr. f Gesetzgeb, und Nechtöpfl. in Preußen II. S. 102. — Ueberanderes Bankgeld in Genua , Venedig: Hübner I. S. 9. 10.