Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drilles Buch. Die Waare.

ausgestellt, und dienen nur nebenbei, oder gar nur zufällig alsZahlmittel. Nur nebenbei die Coupons von Anlehenspapieren unddie Dividendenscheine^) von Actien, Depositenscheine, gewöhnlicheAnweisungen, gezogene Wechsel^'), am leichtesten natürlich, falls sieauf Inhaber oder in dlanov ausgestellt, bez. mit Blaucogiro ver-sehen sind. Nur zufällig Anlehenöobligationen, eigene Wechsel, ge-wöhnliche Darlehnsschuldscheine und Hypothekenbriefe^), Handels-

2l>) Ladcnbnrg, Zcilschr. f, Handclsr. IV. S. 247 ff,

21) Geistreiche Parallele des Wechsels mit dem Gelde bei knnlisol cko rurriäis>>. II. e.. 13 Nr. 14 ff. Der Wechsel cmPapiergeld der Kaufleute":Eiucrt, Wechselr. S. 32 ff. 51 ff. Brauer W.R. S. 12, Archiv fürW.N. III. S. 297 ff, mit zahlreichen, meist sehr uuklareu Nachfolger», wieKhcil, Hardnng u. A. m. Acllcrc Vertreter dieser Ansicht f. Kuntze, Ar-chiv f. W.R. VIII. S. 365 ff. Liebe, Entw. ciucr Wechselordnungf. Brannschwcig S. 9092 und Erläuterungen znr D.W.O. S. 4643sagt nur, daß Wechsel su norteur ganz die Stelle deö Papiergeldes ver-treten, nicht, daß sie solches sind; s. denselben, Entw. S. 3333. 43.Erlaulcruugcn S, 22 ff. 123-130. 236 ff.

Gegner der Papicrgcldtheoric:

Busch, vom Geldumlauf Buch VI. S. 314 ff. Noback, Wechsel undWechselr. S. 17. 18. Thöl II. §. 232 Nr. 12. 22. Beseler, D. Pri-vatrecht §.235. v. Savigny Obligat. I. S. 413 ff. 497 ff. II. S. 104 ff.Bluntschli, W.R. S. 8. Nenand W.N. §. 10 g. E. HofsmannWN. S. 9-3. Volkmar und Locwy W.R. S. VI. VlI. Sieben-Haar, Archiv f. W.R. I. S. 172-175. Ladenburg ooci. III. Nr. 3,bes. S. 143 ff. Günther sock. IV. S. 129 ff. Hofsmann eo<I. V.S. 257. Fick 006. VII. S. 152 ff. Kuutze eoil. VIII. S. 362j ff.Jolly, Kritische VierteljahrSschr. II. S. 533541. 569. Fick, Zcilschr.f. HandelSr. III. S. 612-614. Der Streit beruht theils auf Unklarheitüber das Wesen des Papiergeldes es wird gar kein oder ein unrichtigerBegriff aufgestellt theils ist er bloßer Wortstrcit.

22) Das O.T. zu Berliu hat iu einem Urtheil vom 21. Jnni 1856 (Strieth.Bd. 62 S. 1) richtig ansgeführt, daßZahlung" mit Pfandbriefen nurAngabe an Zahlungsstatt sei; dagegen in einem Urlheil vom I.Mai 1366<eoä. S. 32t), daß damit wirkliche Zahlung, sogar Kompensation gegenForderung auf anderweitige Wertpapiere oder Geld (?) statthaft sei. Da-gegen Boigtcl a. a. O. S. 454 ff. 468. UebrigenS mag noch zn §.104Not. 24 bemerkt werden, daß A.L.R. I. 16. §. 235 ff. jedenfalls für Han-delsgeschäfte, nach H.G.B. Art. 317. 273. 279. 1., keine Geltung mehrhaben.