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Brauerei von Gr. Sclrwendy übermässig bezahlen müssen,stak von vorn herein in Finanznöthen und kam aussolchen nicht mehr heraus. 1873 wurden 3 ProzentDividende vertheilt, 1874 nur 1 x / 2 Prozent; und daslaufende Jahr wird voraussichtlich noch weniger ab-werfen, denn es sollen durch Unachtsamkeit an 2000Tonnen Bier vollständig verdorben sein. Eine hübscheIllustration zur Actiengesellschafts-Wirthschaft!
Königstadt wurde von dem Yor-Mitbesitzer,Julius Busse, geleitet, und hatte unter „groben Feh-lern des Braumeisters“ zu leiden. Für das Geschäfts-jahr 1871, welches aber nur 4 Monate umfasste, kameine Dividende von 10 Prozent zur Vertheilung, dieeigentlich gar nicht verdient, sondern ein verschämtesGeschenk der Vorbesitzer war; und wurden in Folgedessen die Actien bis auf 120 getrieben. Ebenso griff
1873 der „Vorstand“ in die Tasche, holte.20,000 Thalerheraus, und vertheilte unter die Actionäre 2 J / 2 Prozent.
1874 gab es gar nur 1 1 j i Prozent Dividende. Der HerrDirector Julius Busse schob die Schuld den „hohen Ger-stenpreisen“ in die Schuhe, und vertröstete die Actionäreauf das Fallen der Gerste — was von der Versamm-lung „befriedigend“ aufgenommen wurde. Doch jeneVertröstung und diese Befriedigung sind zu Wasser