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Hundert Personen; während die Zahl der andern Be-sucher: Banquiers mit ihren Commis, Speculanten,Private etc. durchschnittlich gegen 2000 beträgt.
An einer Maklerbarre werden Staatspapiere, Pfand-lind Rentenbriefe, Wechsel und Geldsorten, Hypotheken-Certificate und Lotterie-Anleihen gehandelt; an derandern Eisenbahnpapiere, an der dritten Bank-, an dervierten Industrie- und Versicherungs-Actien. Ist dasGeschäft lebhaft, sind die Maklerschranken wie voll-gepfropft, und jede Barre von einem drei- bis zehn-fachen Gürtel umlagert. Auf den Fussspitzen stehendund sich fast die Hälse ausreckend, wirft man sichFragen und Antworten zu, handelt man über die Köpfevon sechs Vordermännern hinweg: Köln-Mindener oderRheinische Eisenbahn -Äctien, Darmstädter Bank undMeininger Credit, Harpener Bergbau und BochumerGussstahl. Die Gesammtzahl der Papiere, welche ander Berliner Börse Cours haben, ist auch gegen 2000.
Die Banquiers erhalten von ihren Kunden eineProvision, welche 1 j s bis 1 / 4 pro Cent vom Nenn-werth der gekauften oder verkauften Effecten beträgt.Die Makler erhalten von den Banquiers und Specu-lanten eine Courtage, von Käufer wie Verkäufer ge-wöhnlich 1 j 2 , also zusammen 1 pro Mille. Erscheint