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der deutsche Reichsbankpräsident sich so von ihnen über-zeugen läßt, daß er sie im Parlament wiedergiebt. Viel-leicht ist die Silberentwerthung noch der Grund der Ex-portzunahme. Es ist das nicht ganz unmöglich, denn beider blühenden Lage der Industrie der Silberländerbrauchen diese in großem Maßstabe Maschinen :c., abermit welchem Ergebniß für uns?
Mir sind grade einige „unanfechtbare Zahlen" zurHand, die die Dinge anders klarstellen. An Baumwollgarnwurde in englischen Pfund exportirt:Ausfuhr von England nach China, Hongkong, Japan :1875—81 (6 Jahre) 232,3 Mill.1882—87 ,. 202.1 „1888—93 ,. 206,0 „Ausfuhr aus Indien nach China, Hongkong, Japan :1878/79—1881 82 (6 Jahre) 117.8 Mill.1882 83—1887/88 427.9 „
1888—1893 862.9 „
Das zeigt: die außerordentliche Erweiterung der Auf-nahmefähigkeit der östlichen Absatzgebiete ist der Industrieder Goldwährungsländer nicht zu Gute gekommen.
Die von Herru Dr. Koch übernommenen, von Or. Soet-beer stammenden Zahlen, hat aus der industriellen Praxisheraus Otto Wülfing wie folgt beleuchtet:
„Die Frage, ist derselbe (der Export nach den Silber-ländern) derzeit überhaupt bedeutend u. s. w." ist be-zeichnend für die Fragestellung überhaupt.
Ich empfehle jeder goldfreundlichen Handelskammerdarauf mit kurzen Worten zu antworten „nein, er ist nichtbedeutend", dann hat die Handelskammer Frankfurt Gelegen-heit zu triumphiren, „seht, um eine unbedeutende Kleinigkeitwird soviel Geschrei gemacht."
Es ist ja kein Wunder, daß im Laufe der 20 Jahre,in denen wir ein fortwährendes Sinken des Silberpreiseswahrnehmen, unser Export nach Silberländern nicht jeneEntwickelung nehmen konnte, wie wir sie an unseremGesammtexport beobachten können. Der niedrige Silber-preis wurde immer mehr zum Hinderniß des Exportes undist die Ursache, weshalb unser Export nach Silberländern