— 32 -
und den Juden sind die Deutschen nußer Zweifel imstande, die Wahlenausschlaggebend zu beeinflussen. Die Fortsetzung der Waffenlieferungmuß den Demokraten die Mehrheit kosten. Wie sich aber drüben dieGegensatze noch verschärfen können, bleibt abzuwarten. Wir sind denDeutschen dankbar, daß sie treu zu ihrem alten Vaterlande halten.Ihr Führer Barthold war immer ein nicht minder eifriger Friedens-freund wie Bryan. Er war auf allen interparlamentarischen Kongressenanwesend. Er ist ein echter Deutscher geblieben und ein treuer Ameri-kaner geworden. In der Bekämpfung der Waffenausfuhr verbinden sichdie deutschen und die amerikanischen Interessen. Der Profit der Waffcn-fabrikanten kann nicht ini Verhältnis stehen zu den Schäden, ivelcl'c dieVerlängerung des Krieges den Vereinigten Staaten bringt. Wie aber,wenn unvorhergesehen die Vereinigten Staaten selbst in den Weltkrieghineingezogen werden, würden ihnen dann die Waffen und Munitions-vorräte nicht empfindlich fehlen, deren Ausfuhr zum einseitigen Vorteileiner der Kricgspartcien sie jetzt dulden, ohne zu erwägen, wie sehr dasgegebene Beispiel künftig gegen sie angewendet werden kann. Mandenke sich einen amerikanisch-japanischen Krieg und deutsche Waffen-vcrkäufc an Japan . Was du nicht willst, daß man dirs tu, das fug' auchkeinem andern zu!
Hofft man wirklich darauf, Deutschland aushungern zu können?Man hat uns die überseeische Zufuhr abgeschnitten, aber die deutscheWissenschaft und die deutsche Technik sichern uns den Sieg. Wenn derDreiverband nicht ohne amerikanische Munition auskommen kann, diedeutsche Munitionsversorgung ist gesichert. Wir sind in der Lage nochabzugeben. Erst später wird einmal die Welt staunend erfahren, wasdie deutsche Industrie während des Weltkriegs geleistet hat.
Wir werden auch nicht Hungers sterben, würden aber insgesamtlieber hungern als vor England kapitulieren. Die Vorsichtsmaßregelnder Behörden werden nirgends getadelt, weil sie störend empfundenwerden, vielmehr nur, weil sie nicht weit genug gehen. Das Volkverlangt nach unbedingter Sichcrstellung der Ernährung, weil unterkeinen Umstanden unsere Feinde uns auf diesem Umwege zu einem un-günstigen Frieden zwingen dürfen. Wir halten durch daheim, wie unsereFeldgrauen in den Schützengräben. Wir verlangen die Einschränkung derErnährung, die Ausbreitung der Produktion, damit wir mir starkenVorräten in die neue Ernte hineingehen und auch die größte Mißernteüberwinden können. Künftig ist unsere Ernährung vom Beginn derErnte ab organisiert und damit unbedingt sichergestellt. Die Kartoffel