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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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XII. ABSCHNITT.

Die Landwirtlischaft. und die Viehzucht;.

Nach den Erhebungen über die Bodenbenutzung inElsass-Lothringen, welche im Jahre 1878 gemacht wurden,vertheilt sich die Hüttenheimer Gemarkung auf die verschie-denen Kulturen wie folgt:

ha

°/o der Ges.-Fl.

I. Acker- u. Gartenländereien

583,03

47,2

II. Wiesen.

241,54

19,5

III. Weiden und Hutungen

15,29

1,2

IV. Weinlage.

7,16

0,6

V. Haus- und Hofräume incl.

Kirchhöfe.

10,15

0,8

VI. Forsten und Holzungen

347,45

28,1

VII. Wegeland.

17,22

1,4

IX. Gewässer.

15,00

1,2

Summa der Flächen IIX

1236,84

100,0

Vergleichen wir mit diesen Zahlen diejenigen der Ta-bellen I und Ia, (bei den Anlagen: Agrarstatistische Tabellen),so sehen wir, dass die Zahlen nur beim Ackerland anderegeworden sind.

Dies hat in den 60er Jahren um den Betrag der Rubrik:Heiden und ungebautes Land 134 ha, 67 a zugenommen,weil die Gemeinde Hüttenheim ihre Weidgänge zum grösstenNutzen der Landwirtlischaft aufgab, sie umgebrochen undals culturfähiges Ackerland ihren Bürgern pachtweise über-geben hat.

Die Weinberge entstanden ebenfalls erst in den letzten20 Jahren, werden jedoch nicht vermehrt, sogar vermindertin Folge der häufigen Spätfröste der letzten Jahrgänge.

Vom gesammten Flächeninhalt der Dorfmark sind47,2 Procent, also beinahe die Hälfte Acker- und Garten-land; diese Thatsache und die weitere, dass die Aeckeralle reichlichen Ertrag ab werfen können in Folge derschon besprochenen klimatischen und vorzüglichen Boden-verhältnisse, deuten uns genügend an, dass wir es hiermit an sich guten Wirthschaftsbedingungen zu thun haben