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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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DAS DORF HÜTTERJIEIM.

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Für Roggen 2,60 hl = 182 kg Hafer 3,65 = 164

auf einen Hektar.

Die Saatquantität ist somit noch eine ziemlich hohe füralle Getreidearten. Schon Tisserant und Lefebure machen imJahr 1866 dem elsässischen Getreidebau den Vorwurf derVerwendung zu hoher Saatmengen, besonders in den frucht-baren Gegenden unseres Landes.

Vergleicht man nun die erzielten Erträge mit den Saat-mengen, so sieht man beim Winterweizen eine achtfacheVervielfältigung des Samens. Im Jahr 1881 wurde sogareine zehnfache erreicht.

Die Gerstensaat hat sich durchschnittlich 7 mal ver-mehrt.

Das Saatquantum für Hafer wurde im Mittelertrag 8 fachzurückgegeben.

Die Ertragsfähigkeit der Hüttenheimer Gemarkung hatseit 1862 nicht abgenommen; Beweis dafür sind die ent-sprechenden Zahlen, welche Guerin in seinen Tabellen an-gibt, welche Zahlen nur unbedeutend von den meinigen ver-schieden sind: so hat er für Weizen eine 8,11 fache, fürGerste eine 6,97 fache, für Hafer 8,15 fache Vervielfältigung,

Diese Zahlen variiren nur in den Bruchzahlen, die ichin meinen Berechnungen vernachlässigt habe. Welch gün-stiges Verhältniss im Vergleich mit den rauhein Gegenden,wo oft nur das zweifache, höchstens das 6fache einer vielhühern, aber da nothwendigen Saatquantität erhalten wird!

Wie Tabelle III (in den Anlagen) beweist, nimmt dieKartoffel in Bezug auf ihre Anbaufläche mit 80 ha also 15%der Gesammtackerfläche, die dritte Stelle ein.

Das Häufeln geschieht hier noch immer ohne Pflug.

Die Saatquantität beträgt nach Guerin 22 Hektoliter,während der zehnjährige Durchschnittsertrag nach demselben166 abwirft, somit vervielfältigt sich die Saat hier etwasmehr als siebenmal.

Von 18781884 war der Mittelertrag der Kartoffeln11 100 Kilo; der höchste Ertrag war der vom Jahre 1880mit 15 000 Kilo.

Als Saatkartoffeln werden gesunde, gutkeimige Knollen

A. UEUTZOG, Bäuerliche Verhältnisse. (j