Lrstes Buch.
Zand, Kente und Technik
als Massenerschelnungen und Elemente der Volkswirtschaft.
51. Die Stosscinteilung des Ganzen in vier Bücher, des erstenBuches in vier Abschnitte. Wir haben in der Einleitung den Begriff der Volks-wirtschaft, ihre allgemeinen psychologischen Grundlagen nnd die geschichtliche Entwickelungihrer Lehre und Methode kurz erörtert. Wir kommen nun zur Sache selbst, zu demVersuch, ein Bild der Volkswirtschaft nach ihren verschiedenen Seiten zu entwerfen, ihrWesen, ihre Struktur, ihre Formen, ihre Bewegungen, ihre Ursachen darzulegen. Dabeiwerden zwei Gruppen von Erscheinungen in den Mittelpunkt zu rücken sein: 1. diegesellschaftliche Organisation oder Struktur der Volkswirtschaft und 2. die wichtigstenBewcgungsvorgänge in ihr (Verkehr, Geld, Wert- und Preisbildung, Kredit, Einkommens-verteilung). In diesen beiden Hanptabschnitten handelt es sich um die gesellschaftlicheSeite der volkswirtschaftlichen Vorgänge, um die volkswirtschaftlichen Einzclsragen, aufdie seit hundert Jahren die eingehendsten Untersuchungen unserer Wissenschaft gerichtetsind. Aber daneben kommen zwei andere Gruppen von Fragen in Betracht, die zumgroßen Teil in viel weniger vorgeschrittenem Zustande sich befinden, die beide an derGrenze der Volkswirtschaftslehre stehen, teilweise oder ganz ihr Fundament in anderenWissenschaften haben. Ich meine 1. gewisse große Masscnerscheinungen des volks-wirtschaftlichen Lebens, bei deren Untersuchung man vou der Struktur der Volkswirt-schaft ebenso absieht wie von den Wertcrscheinungen und 2. die entwickeluugsgcfchicht-lichen Gesamtergebnisse, deren Feststellung am allerschwierigstcn ist, deren Erfassungheute teilweise uur in Form gcschichtsphilosophischer Betrachtung möglich erscheint.Die erstere Gruppe behandelt unser erstes, die letztere unser viertes Buch, während daszweite und dritte der Organisation der Volkswirtschaft und ihren wichtigsten Bewcgungs-vorgüngen, ihrer Anatomie und Physiologie gewidmet ist.
Die Gebiete, denen wir im ersten Buche nahe treten, sind weit auseinanderliegend; sie befinden sich in sehr verschiedenem Stadium der Ausbildung, müssen mitrecht verschiedenen Methoden angegriffen werden. Sie sind bisher vielfach von denNationalökonomeu vernachlässigt worden, haben keinen rechten Platz im Systeme gefunden.Aber sie nehmen doch eine gewichtige Stelle ein, wenn eine lebendige Anschauung derVolkswirtschaft hergestellt, die Ursachenreihen derselben vollständig dargestellt werdensollen. Es handelt sich 1. um die Abhängigkeit der Volkswirtschast von den äußerenNaturvcrhältnisseu, 2. von den anthropologischen und psychologischen Einheiten, welchewir Rassen und Völker nennen, 3. um die Bevölkerung als quantitative gesellschaftliche