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1 (1900) Begriff : psychologische und sittliche Grundlage ; Literatur und Methode ; Land, Leute und Technik ; die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
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Litteratur und Begriff der Unternehmung. 413

liche Briefe aus Belgien, Frankreich und England . 2 Bde. 1854 u. 1865; Der f., Die gewerb-lichen und wirtschaftlichen Gcnosfcnschafteu der arbeitenden .Klassen in England, Frankreich undDeutschland . Z. f. St. 1859; Ders-, Die gcnosseuschastliche Selbsthülfe der arbeitenden Klassen.1864. Raiffeisen, Die Tarlehnskassenvereine. 1866 ff. Gierke , Die Rechtsgeschichte der deutschenGenossenschaft. 1868. Holhoake, Ibs bistor^ ot eooxsiation in ünZwnll. 2 Bde. 187S u.1885. Hughes anä Weale, ^ mannsl ok eooxer^torL. 1881. Cvhn, Ideen und That-sachen im Genossenschaftswesen. I. f. G.V. 1883. Schmoller, Schnlze-Telitzsch. I. f. G.B.1884 u. S. n. G.P. 189t). Hubert-Valleroux, I^ss itssociittions eoopörsrtives sn ?rktn<:e etä 1'etrs.nAsr. 1884. Rabbeno, I^a soeista xrocluvtivs. äi xrollu^ions. 1885; vcrgl. I. f.G.V. 189? S. 1298. llistorx ot' Loopsration in tbs llnitect 8tÄtö8. John Hopkings Ünivers.8wäies 6, 1888; vergl. I. f. G.V. 1890 v. Schönebeck . Faßbender, Die ländlichen Spar- undDarlchnskasfcn-Vereine nach Raiffeisenschcm Systeme. 1890. Crüg er, Die Erwerbs- und Wirtschasts-genosseuschasteu in den einzelnen Ländern. 1892; Ders., Der heutige Stand der Erwerbs- und Wirt-schastsgenossenschasten. I. f. N. 3. F. 10. 1895; Ders., H.W. 3 u. Suppl. 1. - Z eidler, Geschichteder deutschen Genossenschastsbewcgnng der Neuzeit. 1893. Siduel) Webb, Die brittischc Genvssen-schastsbewcgnng. Deutsch 1893; dazu Schmollcr, I. f. G.V. 1893. Knittel, Beitrüge zur Geschichteder deutschen Genossenschaften. 1895. Häntschke, Die gewerbliche Prodnktivgeilvssenschast inDeutschland. 1895. Der Pcrsonalkredit des ländlichen Grundbesitzes in Deutschland uud Österreich .3 Bde. S. V. f. S. 7375, 18961898. van den Heuvel, vs Voornit äs Sand, unseinteile Socialist «. 1897. Ertl und Licht, Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen inDeutschland. 1899. Deutsche landw. Gcnosseuschaftspresse 1890-1900.

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138. Begriff derUnternehmung. JhreAusgangspunkte:Handel,Arbeitsgenossenschaft, Familie. Die Ausbildung der landwirt-schaftlichen Unternehmung. Während die Familien und die Gebietskörperschaftcnüberall mit der Seßhaftigkeit zunächst als die socialen Organe erscheinen, welche diewesentlich wirtschaftlichen Funktionen vollziehen, entstehen nach und nach mit der Geld-wirtfchaft, der steigenden Arbeitsteilung uud Klassenbildung, dem Verkehr- und Markt-wesen diejenigen socialen Organe, welche heute die eigentlichen Träger des Handels undder Produktion sind, die Unternehmungen, die wirtschaftlichen Geschäfte.

Wo einzelne Personen, Familien oder kollektive Persönlichkeiten in irgend welcherdauernden, durch Sitte und Recht normierten Form beginnen, regelmäßig Leistungenoder Warenlieferungen für den Markt zu übernehmen, Arbeit und Kapital mit derAbsicht einsetzen und verwenden, um durch Kauf und Verkauf einen Gewinn zu machen,davon zu leben, mindestens sich den Aufwand ersetzen zu lassen, da sprechen wir voneiner Unternehmung. Es handelt sich bei der Unternehmung stets um ein doppeltes:1. um die technisch-persönliche Organisation, die Beschaffung der Räume, der Mittel,der Personen und ihre Jneinanderpassung und 2. um die Verkehrsfeite, deu Ein- undVerkauf, den Zusammenhang mit dem Markt und der übrigen Gesellschaft. Wirkenmehrere Personen zusammen, so müssen sie als Familienglieder, Genossen, Arbeitgeberund Arbeiter, kurz irgendwie rechtlich in ihrem Verhältnis zu einander, in Bezug aufLeistung, Bezahlung, Teilung des Ertrags geordnet sein. Der die Initiative Ergreifende,privatrcchtlich die Gefahr Tragende ist der Unternehmer; er ist der Mittelpunkt undLeiter der Unternehmung, die aber als ein zusammengeordnetes System von Produktions-mitteln und Arbeitskräften durch ihren dauernden Zweck, d. h. durch die Übernahme