IV. KAPITEL.
DER EINZELSTICKER ALS MASCHINENBESITZER.ARBEITGEBER UNI) ROHSTOFFLIEFERANT.
Als ich im Anfang meiner Untersuchungen einenFührer der ostschweizerischen Sozialdemokratie über diehausindustriellen Sticker befragte, da wurde mir unteranderem die Antwort: „Diese Einzelsticker sind eine ganzbesondere Rasse“. Ich kann nicht sagen, dass ich spätergrosse Besonderheiten an ihnen gefunden hätte, namentlichnicht, worauf hauptsächlich der Ausspruch zielte, in intellek-tueller Beziehung. Eine dumpfe Gleichgültigkeit ist nirgendszu sehen, und dass das Verständnis der Hausindustriellenfür wirtschaftliche Fragen dem der Fabriksticker nichtnachsteht, das beweist doch wohl der grosse Verband undnamentlich die Geschichte seiner Entstehung. Besonder-heiten sind allerdings in anderen Punkten vorhanden, diedie ökonomische Lage, trotzdem sich diese von Jahr zuJahr verschlechtert, noch immer über die der meisten deut-schen Hausindustriellen heben. Aber sie liegen nicht da,wo man sie zuerst sucht.
Drei Umstände sind nämlich geeignet, bei dem ober-flächlichen Beobachter den Glauben zu erwecken, als be-einflussten sie im günstigen Sinne den Verdienst und dieganze Stellung des Einzelstickers: der Besitz eines so wert-vollen Werkzeugs, wie es die Plattstichstickmaschine ist,ferner der allerdings etwas seltenere Fall, dass der Einzel-