V], KAPITEL.
NEBENVERDIENST IN DER LANDWIRTSCHAFT.WOHNUNG UND LEBENSWEISE.
Von überaus grossem Interesse ist die Frage, in wieweit neben der Stickerei noch andere Gewerbe oder Land-wirtschaft getrieben werden.
Ersteres geschieht im allgemeinen nicht; ganz aus-nahmsweise sieht man neben dem Sticklokal noch einenKramladen. Mit der Landwirtschaft indes ist die Maschinen-stickerei momentan wie kaum eine andere Hausindustrieder Schweiz — es sei denn die Handweberei — verbunden.Und zwar ist der landwirtschaftliche Besitz manchmal sobedeutend, dass man die Stickerei als Neben-, die Land-wirtschaft als Hauptbeschäftigung ansehen muss. Das Cen-trum des Gebiets, die Bezirke üntertoggenburg, Alttoggen-burg, Gossau , St. Gallen, hie und da auch noch einige grosseDörfer ausserhalb desselben sind rein hausindustriell. Dortfindet man nur höchst selten Sticker, die noch landwirt-schaftlichen Besitz haben. Darum aber schliesst sich einnirgends unterbrochener Kreis von Hausindustriellen, diesich bald mehr, bald weniger noch mit Ackerbau und Vieh-zucht beschäftigen. Das darf nun allerdings nicht dahinverstanden werden, als habe jeder Einzelsticker an derPeripherie mindestens einen Acker oder ein Stück Vieh, esgiebt vielmehr auch dort eine gar nicht unbedeutende Zahlrein hausindustrieller Sticker, aber die Mehrzahl zieht aus