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Die Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse der Einzelsticker in der Nordostschweiz und Vorarlberg / von Alfred Swaine
Entstehung
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99
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SITTLICHE UND SANITÄRE EINFLÜSSE DER STICKEREI. 99

Häufigkeit der unehelichen Geburten. Es betrug der jähr-liche Durchschnitt in den Jahren 187690: 1

an

Geburten

davon Uneheliche

in %

In St. Gallen

6 701

235

3,51

,, Appenzell A. Rh.

1820

60

3,30

der Schweiz überhaupt

260 638

12 650

4,85.

Begründet erscheinen die namentlich in Appenzell A. Rh.oft ertönenden Klagen über zu frühe und unüberlegte Ehe-schliessungen. Zank und Streit sollen in solchen Ehenhäufig sein, die Fähigkeit zur Führung eines Haushalts undzur richtigen Kindererziehung vollständig mangeln und Ehe-scheidungen nicht selten die Folge sein. Die Statistik zeigt,wie berechtigt diese Klagen sind. Es betrug der mittlereJahresdurchschnitt -

an

Ehe- Ehesoheid-

Schliessungen

ungen

ln 70

In St. Gallen

1876-1880

1632

94

5,78

18811885

1617

83

5,13

18861890

1757

83

4,72

In Thurgau

18761880

748

60

8,02

1881-1885

708

55

7,77

1886-1890

769

46

6,01

In Appenzell A. Rh.

18761880

455

46

10,01!!

18811885

444

40

9,90

18861890

434

30

6,90

In der Schweiz überhaupt 1876 1880

20740

994

4,81

1881-1885

19708

927

4,70

1886-1890

20592

882

4,29

Man ersieht deutlich aus diesen

Zahlen,

wie

in den

guten Jugendjahren der Stickerei (187685) die Ehe-scheidungen an der Tagesordnung waren. In AppenzellA. Rh. machten sie 10% der Eheschliessungen aus, währenddie Prozentzahl der ganzen Schweiz nur 4,81 betrug. Dassvon den Stickerkantonen selbst St. Gallen eine so vielgünstigere Ziffer als Appenzell A. Rh. und Thurgau hat,

1 Quellenangabe No. 30, 3. Jahrg. S. 71 u. 72.

2 Quellenangabe No. 30, 3. Jahrg. S. 69 u. 70.

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