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Die Lage der Hausweber im Weilerthal / von Karl Kaerger
Entstehung
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KAPITEL VII.

DIE LEBENSHALTUNG .

A. DIE WOHNUNG.

Die Weilerthaler wohnen im Allgemeinen in der Artjeder echten Landbevölkerung nach dem Grundsatz: In jedemHause eine Haushaltung. Sehen wir von der Stadt Weilerab, so kommen nach der Volkszählung des Jahres 1880 aufje 100 Häuser des Weilerthales durchschnittlich 112 undhöchstens 120 Familien. Unter dem Durchschnitt liegt dieWohnungsdichtigkeit in den Gemeinden Erlenbach, Breitenau,St. Petersholz, Ueukirch, Bassenberg, Thannweiler, Grubemit 106, 107, 108, 108, 109, 110, 111 Haushaltungen auf100 Häuser. Den Durchschnittsbetrag weisen die GemeindenLaach und Meisengott auf. Ueberstiegen wird derselbe inden Gemeinden Triembach, Diefenbach, Gereuth, Steige, Ur-beis und St. Martin mit 115, 116, 117, 118, 119, 120 Haus-haltungen auf 100 Häuser.

Die Gemeinde Weiler zeigt in recht charakteristischerWeise ihre Stadtnatur durch die verhältnissmässig hohe Ziffervon 147. Hier wohnen also durchschnittlich in 2 Häusernimmer 3 Familien.

Vergleichen wir nun die einzelnen Gemeinden hinsicht-lich der Dichtigkeit des Wohnens unter einander, so läge esim Hinblick auf anderweitige statistische Forschungen nahe,hieran Folgerungen über den Wohlstand der Bewohner zu