hängig zu machen. Dem mexikanischen Piaster wurde 1905 diegesetzliche Zahlungskraft in Indochina entzogen. Aber das letzteZiel aller dieser Maßregeln: die Stabilisierung des französischen Piasterkurses konnte bislang noch nicht erreicht werden; esfehlte eben der Bank von Indochina an der nötigen Goldreserve,mit deren Hilfe sie imstande gewesen wäre, den Piasterkurs aufder für seine Stabilisierung adoptierten Höhe zu halten. x ) Indo-china hat also auch in Zukunft mit einem Schwanken der "Wechsel-kurse zu rechnen. Daß dies für die Bank von Indochina bislangkeine verderblichen Folgen hatte, liegt daran, daß die Bank regel-mäßig einen Überschuß der Eimessen über die von der Bankausgestellten Tratten und Anweisungen verzeichnen konnte, der1899 und 1902 sogar 47,5 bezw. 46,8 Millionen fr. betrug. Diesesgünstige Ergebnis ist dem Umstände zu danken, daß die Mehrzahlder französischen Kolonien, in denen die Bank Niederlassungenhat, eine aktive Handelsbilanz haben. Sollten trotzdem bei einerFiliale oder Geschäftsstelle der Bank die Emissions die remisesständig oder nur vorübergehend infolge schlechter Ernten über-treffen, so wird der Mehrbetrag der emissions ausgeglichen durchden Bimessenüberschuß, den andere Bankstellen regelmäßig oderinfolge einer guten Konjunktur aufzuweisen haben.
Dieser Eimessenüberschuß ist für die Bank von Indochina hochbedeutsam, da die Wechselgeschäfte immer 50—60°/o dersogenannten produktiven Geschäfte der Bank ausmachten, wienachfolgende Tabelle beweist:
Wechselgeschäfte
12,21 Mill. fr.
92,20 „ „127,97 „ „407,64 „ „4065,78 „ „
Gesamtsummeder produktivenBankgeschäfte
23,97 Mül. fr.145,23 „ „222,05 „ „788,22 „ „7 226,39 „ „
Wcchselgeschäfte imVerhältnis zu den pro-duktiven Geschäften
50,94 o/o
63,49 °/o
57,63 o/o
51,72 o/o
56,26°/o
Ein ähnliches Verhältnis nehmen die Diskontgeschäfte der
l ) Vergl. Jahresberichte des Verwaltungsrates der Bank von Indo-china 1898—1902/5 in dem Economiste francais.