128 II. DIE BASKEN VON NEÜKALEDONIEN, INDOCHINA UND 'WESTAFRIKA.
lombardgeschäfte bei der Bank von Indochina eine große Rolle.Sie betrugen:
während unter den alten Kolonialbanken die Bank von Reunionschon mit 16,9 Millionen fr. (1879/80) den Rekord geschlagenhatte. Auch die Darlehen auf Gegenstände von Gold, Silber,Kupfer und auf Edelsteine zeigten überraschend hohe Ziffern,z. B. 1895 13,6 Millionen fr., 1899 7 Millionen fr. Die nor-male Höhe war 1 j2 —1 Million fr. Die Filiale Pondichery warhauptsächlich an diesen Darlehensgeschäften beteiligt. Hervor-gehoben zu werden verdient die Tatsache, daß bei der Bankvon Indochina der Saldo dieser Darlehen am Schlüsse des Ge-schäftsjahres stets bedeutend niedriger war als der Betrag derim verflossenen Geschäftsjahre gewährten Darlehen — ein Be-weis, daß der Sparkassencharakter, den diese Darlehen bei denalten Kolonialbanken angenommen haben, nicht notwendig mitihnen verbunden ist.
Nicht nur die Aktivgeschäfte der Bank, auch der Kredit,den sie genießt, sind ein Maßstab für ihre Prosperität. Wiesteht es in dieser Beziehung mit der Bank von Indochina?
Ihr Notenumlauf zeigt eine fast ständige Aufwärtsbewe-gung. 1 ) Er betrug:
1877 .... 3,5 Millionen fr.,1887 .... 12,31897 .... 25,2 „ „und 1905 sogar . 46,9 „ „das ist fast 8 mal soviel als das eingezahlte Kapital der Bank(6 Millionen fr.) damals betrug. Dieser hohe Notenumlauf istum so bemerkenswerter, als die in Siam und China in Umlaufgesetzten Noten in der letztvergangenen Zeit der Konkurrenz
') Der scheinbare Rückgang 1895 und 1896 erklärt sich durch denniedrigen Piasterkurs, der den Notenumlauf in der Bilanz geringer er-scheinen ließ, als er in Wirklichkeit war.
188118911903
9162 000 fr.,33287 000 „62 311875 „