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halber eingezogen werden mußten, wie das bereits oben S. 112gesagt worden ist.
Der Metallbestand der Bank zeigte 1905 (31. XII) die er-freuliche Höhe von 26,6 Millionen fr., 1904 sogar eine Höhevon 33,7 Millionen fr. Die metallische Drittelsdeckung derNoten ist von der Bank stets eingehalten worden, wenn wir dieKrisenzeit 1883—1887 ausnehmen. Für die damals vorgekom-menen Unregelmäßigkeiten kann aber die Bank nicht verantwort-lich gemacht werden, worauf oben S. 124 bereits hingewiesen ist.
Auch der Kontokorrentverkehr der Bank von Indochina zeugt von ihrer glänzenden Entwicklung. Es betrugen:
Jahr. Kontokorrenteinzahlungen. Sölde debiteur der Bank.
1875 . . 5 894 231 fr. 594 832 fr.
1885 . . 36 289125 „ 1392 597 „
1895 . . 56 644 634 „ 3 831 796 „
1904 . . 261064 596 „ 15 592 243 „
Außerdem unterhält die Bank ein besonderes Kontokorrent mitdem kolonialen Schatzamt in Indochina . Durch Artikel 11 desDekrets vom 16. Y. 1900 ist nämlich die Bank von Indochina verpflichtet, auf Verlangen des französischen Kolonialministersin allen Kolonien und Protektoraten, in denen sich Bankstellenvon ihr befinden, das Amt eines Schatzmeisters zu übernehmen.Diese Tätigkeit bedingt einen Kontokorrentverkehr der Bankmit dem kolonialen Schatzamt. 1905 schloß dieses Kontokorrentmit einem Saldo von 23,1 Millionen fr. zugunsten des kolo-nialen Schatzamts. Aber auch ein Saldo zugunsten der Bankist denkbar. Die Bank hat nämlich 1899 mit dem französischen Finanzminister einen Vertrag geschlossen, wonach sie demSchatzamt in Indochina monatlich eine Summe von höchstens500 000 Piastern zur Verfügung stellen soll gegen gleichzeitigeDeckung der Bank in Paris . Zweck dieses Vertrags ist, denregelmäßigen Dienst des kolonialen Schatzamts sicher zu stellen,bis das vom Finanzministerium expedierte Geld in Indochina eingetroffen ist. 1 )
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