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Die französischen Kolonialbanken / von Otto Soltau
Entstehung
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3. DIE BANK VON WESTAFRIKA .

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1876/85. . . . 10,06o/o,

1886/95. . . . 18,32 o/o,

1896/1905 . . . 24,8 o/o.Vergleicht man hiermit die Tabelle auf Seite 95, so erkenntman, daß die alten Kolonialbanken weit zurückgeblieben sind,und daß nur die Bank von Guyane mit ihren 16,07 °/o Durch-schnittsdividende den hohen Ertrag der Aktien der Bank vonIndochina ungefähr erreicht.

17,73o/o sind wirklich ein gutes Äquivalent für das großeRisiko einer kolonialen Bank. Zu danken ist dies Ergebnis nebenverschiedenen oben berührten wirtschaftlichen Umständen vorallem der vorsichtigen und zugleich energischen Bankleitung,welche alle Mittel und Kapitalien der Bank zur vollen Ver-wendung und Ausnutzung gebracht hat.

Zieht man noch die Verdienste in Betracht, welche dieBank sich um die Entwickelung des französischen Kolonialbe-sitzes im fernen Osten erworben hat, so kommt man zu demSchlüsse, daß die Bank die hohen Erwartungen, die man an dieGründung dieses kolonialen Bankunternehmens knüpfte, vollauferfüllt und nebenbei noch ihren Aktionären glänzende Gewinne,verschafft hat. _

Dritter Abschnitt.DIE BANK VON WESTAFRIKA .

Die Erfolge der Bank von Indochina sind augenscheinliche;es wird deshalb von Interesse sein, das Schicksal der Bank vonWestafrika kennen zu lernen, da sie ähnlich organisiert ist, wiedie Bank von Indochina.

Eine Generalversammlung der Bank von Senegal vom25.11.1901 hatte beschlossen, daß im Interesse der Entwickelungdes Handels an der westafrikanischen Küste die Bank von Senegal liquidieren und sich fusionieren sollte mit einer neu zu grün-denden Bank, die nach dem Vorbilde der Bank von Indochinaorganisiert wäre. 1 ) Noch im selben Jahre ward eine neue Bankunter dem Namen Bank von Westafrika ins Leben gerufen.

») Journal officiel vom 26. VII. 1902.